Friedhofskirche Schlatt: Der Förderverein bewahrt seit 30 Jahren ein herrliches Stück Heimat

Sie ist ein Schmuckstück, und ein Besuch hoch droben über Schlatt lohnt sich immer: In der Friedhofskirche hielt der neue Leitende Pfarrer Thomas Fürst die Festpriedigt.
Katrin Schuler- Förderverein Friedhofskirche Schlatt feierte 30-jähriges Jubiläum mit Festgottesdienst.
- Pfarrer Thomas Fürst betonte in der Predigt Dankbarkeit für 30 Jahre Engagement und Gemeinschaft.
- Renovierung der 750 Jahre alten Kapelle kostete 390.000 Mark, davon 75.000 Mark durch Spenden.
- Bürgermeister Philipp Hahn würdigte den Verein und hob die historische Bedeutung der Kapelle hervor.
- Kirchenführung am Nachmittag gab Einblick in Geschichte und Besonderheiten der Friedhofskirche.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenn ein solch engagierter Förderverein 30. Geburtstag, dann kommt auch der neue Leitende Pfarrer der zukünftigen Großpfarrei St. Jakobus. Mit einem feierlichen Gottesdienst im Schlatter Kirchle hat der Förderverein Friedhofskirche sein Jubiläum gefeiert. Pfarrer Thomas Fürst stellte in seiner Predigt das Thema Dankbarkeit in den Mittelpunkt. Es gebe viele Gründe, dankbar zu sein: für drei Jahrzehnte ehrenamtlichen Einsatz rund um die Friedhofskapelle, für die Ernte des Jahres und für das Patrozinium des heiligen Dionysius, dessen Gedenktag ebenfalls gefeiert wurde. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Musikverein Schlatt.
Im Anschluss an die Messe wurde die Feierstunde in der Turnhalle ebenfalls vom Musikverein festlich begleitet. Franz Haug, Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender des Fördervereins, blickte in seiner Ansprache auf die Anfänge zurück. In vier Bauabschnitten sei es gelungen, das Kirchle zu dem Schmuckstück zu machen, das heute über dem Teilort thront.
Von den damaligen Renovierungskosten in Höhe von 390.000 Mark trugen die Schlatter 75.000 Mark selbst. „Was für ein Zeichen des großen Gemeinschaftsgeists. Für uns ist die Friedhofskirche mehr als nur ein Wahrzeichen“, betonte Franz Haug. „Sie ist ein Stück sichtbare Heimat.“ Dieses Gefühl von Verbundenheit und Heimat will der Verein auch kommenden Generationen erhalten.
Der Förderverein zählt derzeit 135 Mitglieder. Besonders beliebt sind die liebevoll gestalteten Maiandachten, die zu den festen Höhepunkten im Vereinsjahr gehören. Ortsvorsteher Jürgen Schuler betonte in seinem Grußwort ebenfalls das große Engagement des Fördervereins. Er sprach seinen herzlichen Dank für die zahlreichen ehrenamtlichen Stunden aus, die von den Mitgliedern geleistet werden.

Franz Haug, Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender des Fördervereins, hielt den Rückblick auf 30 Jahre engagiertes Wirken.
Katrin SchulerKapelle ist annähernd 750 Jahre alt
Bürgermeister Philipp Hahn würdigte in seinem Grußwort das langjährige Engagement der Mitglieder. „Totgesagte leben länger“, sagte er schmunzelnd und erinnerte daran, dass 2007 über eine Auflösung des Vereins nachgedacht worden war, nachdem die ursprünglichen Renovierungsarbeiten abgeschlossen waren. „Ich bin froh, dass es anders gekommen ist“, so Hahn. Der Bürgermeister überraschte die Gäste mit einem historischen Rückblick: Nicht nur der Verein feiere ein Jubiläum, erklärte er, sondern auch die Kapelle selbst. Sie könne auf eine rund 750-jährige Geschichte zurückblicken.

Bürgermeister Philipp Hahn gratulierte dem Stadtteil Schlatt zu dessen erfolgreichem Förderverein und ließ überdies wissen, dass die Friedhofskirche gut 750 Jahre alt ist.
Katrin SchulerSo wurde aus dem Fest zum 30-jährigen Bestehen des Fördervereins zugleich eine Feier der Schlatter Ortsgeschichte, getragen von Dankbarkeit, Gemeinschaftssinn und dem Wunsch, das Kirchle als Ort der Besinnung und Heimat auch in Zukunft zu bewahren.
Zum Abschluss eine Führung
Am Nachmittag bot der Förderverein noch die Möglichkeit zu einer Kirchenführung, um das Kirchle, seine Geschichte und die Besonderheiten besser kennenzulernen.
