Filmdreh im Freilichtmuseum Stein
: Science Fiction bei den alten Römern: Robby Senatore hat bald alles im Kasten

Man muss es nur wagen und dabei ganz landsmännisch auf die Familie bauen: Sein Erstling „Flucht durch die Zeit“ hat der Hechinger Italiener Roberto Senatore als Regisseur und Hauptdarsteller bald im Kasten. Damit soll auch die Villa rustica unterstützt werden.
Von
swp
Hechingen
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Es geht auch mit deutschem Titel: "Flucht durch die Zeit" nennt Roberto Salvatore seinen Zukunftsthriller, der nicht allein dort, sondern vor allem bei den alten Römern spielt. Das Freilichmuseum Stein dient als Kulisse.

Es geht auch mit deutschem Titel: "Flucht durch die Zeit" nennt Roberto Senatore seinen Zukunftsthriller, der nicht allein dort, sondern vor allem bei den alten Römern spielt. Das Freilichmuseum Stein dient als Kulisse.

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  • Roberto Senatore dreht den Sci-Fi-Film „Flucht durch die Zeit“ im Römischen Freilichtmuseum Stein.
  • Der Italo-Schwabe verzichtet auf Gagen und spendet Einnahmen für den Erhalt der Villa rustica.
  • Familie unterstützt das Projekt – Schwester Rosetta ist Regieassistentin, Senatore kümmert sich ehrenamtlich.
  • Ziel: Aufmerksamkeit für das Museum und Spendenaufruf an die Region für dessen Erhalt.
  • Premiere ist für 2024 geplant, ein Teil der Einnahmen soll ebenfalls dem Museum zugutekommen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wer im Juli des vergangenen Jahres vielleicht mitleidig gelächelt hat, der oder die muss sich jetzt eines Besseren belehren lassen: Das mutige Projekt ist so gut wie fertig, und Roberto Senatore, der Italo-Schwabe mit Wurzeln im Hechinger Stadtteil Boll und inzwischen in Stockach am Bodensee zu Hause, schaut zuversichtlich in die Zukunft. Ganz ohne Science Fiction. Im Oktober soll sein Erstling abgedreht sein, und im kommenden Jahr kann der Thriller „Escape in Time“ gezeigt werden. Der „Nobody aus Hechingen“ nennt es sein „Traumfilmprojekt“.

Inzwischen hat Robby Senatore noch eins draufgelegt: Mit seinem Film will er ausnahmslos das Römische Freilichtmuseum Stein unterstützen. Das Projekt, das für seine Drehorte in Hechingen und Umgebung mittlerweile bekannt ist, nimmt damit eine unerwartete Wendung: Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Kameramann Roberto Senatore verzichtet auf seine Gage – und unterstützt stattdessen die Villa rustica.

Ein Film als Geschenk

„Es war nie mein Ziel, mit diesem Projekt Geld zu verdienen. Der Film ist mein Geschenk an meine Kinder und meine Enkeltochter“, erklärt Robby, der das Projekt „Escape in Time – Flucht durch die Zeit“ ins Leben gerufen hat. „Aber jetzt bin ich einen Schritt weitergegangen. Ich möchte der Gemeinschaft etwas zurückgeben – besonders dem Römischen Freilichtmuseum, das mir die Möglichkeit gegeben hat, meine Vision hier zu verwirklichen.“

Beim Dreh in der Villa rustica: Marc Luger (links) verkörpert den Römer, und Roberto Senatore  ist Regisseur und Hauptdarsteller in einem.

Beim Dreh in der Villa rustica: Marc Luger (links) verkörpert den Römer, und Roberto Senatore ist Regisseur und Hauptdarsteller in einem.

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Senatore, der früher als Landschaftsgärtner in der Region tätig war und sich nun als leidenschaftlicher Filmemacher engagiert, war selbst überrascht von der Chance, im Freilichtmuseum drehen zu dürfen. „Es ist ein wunderbarer Ort, um meine Geschichte zum Leben zu erwecken. Das Museum hat mir, einem Nobody, die Möglichkeit gegeben, mein Projekt zu realisieren. Das ist ein unglaubliches Geschenk – und dafür möchte ich mich bedanken.“

Die Familie hilft

Wertvolle Unterstützung erhält Robby dabei auch von seiner Schwester Rosetta Schwarz-Senatore, die ihn als Regieassistentin begleitet. „Ihr habe ich sehr viel zu verdanken“, sagt der schwäbische Italiener. „Sie ist ein fester Bestandteil dieses Projekts und hilft mir enorm – nicht nur organisatorisch, sondern auch emotional.“

Während das Freilichtmuseum mit sinkenden Besucherzahlen und begrenzten Mitteln zu kämpfen hat, ist Robby Senatore fest entschlossen, einen positiven Beitrag zu leisten. „Es ist eine schwierige Zeit. Die Spenden gehen zurück – und das darf nicht passieren. Wir müssen dafür sorgen, dass dieser einzigartige Ort weiterlebt und auch zukünftigen Generationen offensteht. Deshalb habe ich beschlossen, auf meinen persönlichen Anteil der Einnahmen aus der Premiere zu verzichten – und diesen dem Museum zu spenden“, so Robby.

Zukünftig bei den Römern schaffen

Doch bei diesem Zeichen der Solidarität bleibt es nicht: Senatore ruft auch die Menschen der Region und alle Zuschauer zum Mitmachen auf. „Jede noch so kleine Spende zählt – ob in Form von Geld, Materialien oder durch eine Mitgliedschaft“, sagt er. „Ich selbst bin jetzt Mitglied und werde mich in Zukunft ehrenamtlich um die Außenanlagen kümmern. Das ist für mich eine Herzensangelegenheit.“ Sein Appell ist klar: „Ich hoffe, dass sich viele Menschen anschließen. Es müssen keine großen Beträge sein – jede Unterstützung hilft. Wenn wir alle zusammenhalten, können wir das Museum lebendig halten. Der Film ist nur ein Teil davon – die eigentliche Geschichte schreiben wir gemeinsam.“

Noch immer am Set

Im Oktober soll der Film fertiggestellt werden – bis dahin kann man das Team gelegentlich sogar live am Set erleben. Und wer weiß – vielleicht finden sich auch Kinos, die den Film zeigen möchten. Sollte das gelingen, hat Robby Senatore bereits angekündigt, erneut einen großen Teil der Einnahmen für den Erhalt des Museums zu spenden. „Es geht nicht nur um den Film – es geht um Gemeinschaft, Zusammenhalt und Dankbarkeit. Der Film wird ein Andenken an diese besondere Zeit – und an das Museum, das all das ermöglicht hat“, sagt der Regie-Neuling.