Feuerwehr Hechingen-Boll
: Feurio in der Werkstatt des Försters: Eine sehr realistische Übung

Brandursachen sind mannigfaltig. In einer Werkstatt kann wohl immer ein Feuer ausbrechen. Der Hechinger Stadtrat und Fürstliche Förster Martin Neumaier hat der Feuerwehr das Gebäude zur Jahresübung bereitgestellt.
Von
Christian Steinhilber
Hechingen
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Die Abteilung Boll der Freiwilligen Feuerwehr hat ihre Jahreshauptübung in einer Werkstatt auf den Freitagabend gelegt und damit für viel Realitätsnähe gesorgt. Zuschauer gab es reichlich.

Die Abteilung Boll der Freiwilligen Feuerwehr hat ihre Jahreshauptübung in einer Werkstatt auf den Freitagabend gelegt und damit für viel Realitätsnähe gesorgt. Zuschauer gab es reichlich.

Christian Steinhilber
  • Die Feuerwehr Hechingen-Boll führte ihre Jahreshauptübung in der Werkstatt des Försters Martin Neumaier durch.
  • Szenario: Eine Verpuffung löst einen Brand und starke Rauchentwicklung mit eingeschlossenen Personen aus.
  • Atemschutzgeräteträger retteten drei Personen, schützten angrenzendes Wohngebäude und kühlten Gefahrstoffe.
  • Die Übung zeigte realistische Einsatzzeiten und wurde von der Bevölkerung und Führung gelobt.
  • Ortsvorsteherin Annette Hähn dankte der Feuerwehr für den Einsatz und das wichtige Ehrenamt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Feuerwehr-Abteilung Boll hat einmal mehr ihre Einsatzbereitschaft und ihr Know-how gezeigt. Zahlreiche interessierte Mitbürger, die Kameraden aus Schlatt und Beuren sowie Vertreter der Gesamtstadt- und Stadtabteilungsführung verfolgten die Jahreshauptübung. Die hatte ein anspruchsvolles Szenario in der Werkstatt von Förster Martin Neumaier in der Zollerbergstraße als Szenario.

Mit Erläuterungen zu allen Übungsabschnitten gestaltete der Abteilungskommandant und 2. stellvertretende Gesamtstadtkommandant, Thorsten Killmaier, die Übung für alle Zusehenden interessant und aufschlussreich. Dazu zählte, dass fünf Bollemer Wehrkräfte die Situation vom Anruf bei der Leitstelle über die Alarmierung mittels Piepser und damit die Anfahrt zum Feuerwehrhaus darstellten. So war die gefühlt lange Zeit von fünf Minuten von Alarmierung bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte am Übungsobjekt erlebbar.

Angenommen wurde ein Verpuffung bei Werkstattarbeiten, die zum Brand und rascher, starker Rauchentwicklung im Gebäude führte, wodurch mehrere Personen eingeschlossen wurden. Nach Erkundung des Objektes und Befragung des Eigentümers war das Handeln für den Gruppenführer des ersten Fahrzeugs, des TSF-W, schnell klar: Zwei Atemschutzgeräteträger gehen zur Menschenrettung in den verrauchten Bereich der Werkstatt vor, da sich dort mindestens noch zwei Menschen befinden. Der weitere Trupp stellt die Wasserversorgung her und rüstet sich als Sicherungstrupp aus.

Eine Werkstatt geht in der Regel mit vielen Gefahrstoffen einher: Schmier- und Kraftstoffe, Spraydosen und vieles mehr. Hinzu kam eine PV-Anlage auf dem Dach mit Speicher in der Etage des Brandherdes. Außerdem musste das daneben liegende Wohngebäude mit´hilfe einer Riegelstellung vor einem Übergreifen des Brandes geschützt werden.

Jetzt muss die Leiter ran

Dazu ging die Mannschaft des zweiten Fahrzeugs, des TSF, von der rückwärtigen Seite des Gebäudes vor. Ebenso rüstete sich dort der Angriffstrupp zur Menschenrettung aus. Inzwischen hatte sich nämlich eine weitere Person im noch rauchfreien Dachgeschoss gemeldet, die mit der Steckleiter gerettet werden musste.

Gefahrstoffe kühlen

Die Menschenrettung erfolgte fast parallel, und binnen sieben Minuten brachte der erste Angriffstrupp die beiden im Rauch vermissten Personen ins Freie. Nach weiteren drei Minuten war auch die dritte Person über die Leiter gerettet. Nachrückende Einsatzkräfte kümmerten sich um die Verletzten und kühlten die ins Freie gebrachten Gefahrstoffe, bis die Trupps des Innenangriffs „Feuer aus“ meldeten.

Brecht lobt gute Erkundung

Applaus gab’s zum Abschluss der Übung von der Bevölkerung sowie lobende Worte bei der Übungsnachbesprechung vor Ort vom Gesamtstadtkommandanten, Frank Brecht: „Die Bevölkerung von Boll kann sich sicher fühlen. Ihr habt die Lage ruhig und sachlich abgearbeitet.“ Vor allem die gute Erkundung durch die Gruppenführer und die schnelle Menschenrettung hob er hervor. Positiv resümierte er ebenso die dargestellten Zeiten, die ein Einsatz birgt und die sich lange anfühlen, aber doch nur wenige Minuten sind. Den Ausbildungsstand und die Tagverfügbarkeit der Abteilung Boll lobte er ebenso. Annette Hähn dankte als stellvertretende Ortsvorsteherin der Abteilung für deren Einsatz und das wichtige Ehrenamt, das sie ausüben.