Ferienspiele Rangendingen
: In „Rangdengcity“ gibt es alles, was eine Gemeinde braucht

Mit einem lebhaften, fröhlichen Start hat am Montag die Ferienspielwoche in Rangendingen begonnen. Rund 150 Buben und Mädchen sind beim Programm dabei.
Von
Klaus Stifel
Rangendingen
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Rangendinger Ferienspiele

In „Rangdengcity“ gibt es auch ein Postamt und eine eigene Währung: den Rangel. Die Ferienspielkinder haben ihre Freude daran.

Klaus Stifel
  • In Rangendingen hat die Ferienspielwoche mit rund 150 Kindern begonnen.
  • Das Gelände wird zu „Rangdengcity“ mit Bank, Behörden, Postamt und eigener Währung „Rangel“.
  • In Werkstätten entstehen Windlichter und Frisbees, Verkäufe folgen beim Abschlussfest um 14 Uhr.
  • Kinder schreiben Briefe, sammeln Ideen, wählen ein Bürgermeister-Paar und nutzen Bürgerausweise.
  • 29 Betreuerinnen und Betreuer sichern den Ablauf – eine 16-Jährige sammelt Praxiserfahrung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Rund 150 Kinder strömten am Montagmorgen auf das Gelände rund um die alte Schule, das sich noch bis kommenden Freitag in ein eigenes kleines Feriendorf verwandelt: „Rangdengcity“. Begrüßt wurden sie von den beiden Hauptorganisatorinnen, den Zwillingsschwestern Ann Katrin und Jennifer Schilling, die die Kinder gleich zur ersten Bürgerversammlung einluden. Ein Ritual, das den demokratischen Charakter des Feriendorfs unterstreicht.

Leckere Apfelspieße werden in "Rangdengcity" zubereitet.

Leckere Apfelspieße werden in "Rangdengcity" zubereitet.

Klaus Stifel

Gärtnerei, Papierwerkstatt, Kaufhaus

In „Rangdengcity“ gibt es alles, was eine richtige Gemeinde oder eine Stadt braucht: Behörden, eine Bank und sogar ein Krankenhaus als Zelt. Rund zwei Dutzend Stationen laden dazu ein, Neues auszuprobieren. Am Montag entstanden in der Gärtnerei aus Einmachgläsern farbenfrohe Windlichter. Im weiteren Verlauf der Woche werden hier Blumen- und Kräutertöpfe gestaltet. In der Papierwerkstatt wurden aus Papptellern Frisbeescheiben geklebt – leicht, bunt und sofort einsatzbereit. Alle gefertigten Sachen wandern ins eigene Kaufhaus und werden am Freitag beim großen Abschlussfest, das um 14 Uhr beginnt, verkauft. Dosenwerfen und Glücksräder sorgten für Bewegung und Spannung.

„Rangdengcity“ hat auch eine eigene Währung: den „Rangel“. Am Bankschalter bei der Geldausgabe herrschte den ganzen Montagmorgen Gedränge. „Zwei Millionen Rangel befinden sich im Tresor“, verkündete Leon stolz. Bewacht wurde die Geldausgabe von der eigenen Polizei, die nicht nur Raub verhindert, sondern auch Streit schlichtet und Ausweise kontrolliert.

Gebastelt wird bei den Rangendinger Ferienspiele ausgiebig.

Gebastelt wird bei den Rangendinger Ferienspiele ausgiebig.

Klaus Stifel

Ein Gefängnis gibt es nicht. Direkt neben dem Bankschalter befindet sich das Postamt. Hier können sich Kinder gegenseitig Briefe schreiben, oder sie werfen Zettel mit Wünschen und Ideen in eine separate Box. Wer ein eigenes Gewerbe eröffnen möchte, braucht von der Arbeitsagentur den offiziellen Stempel im Bürgerausweis. Der Bürgerausweis ist das zentrale Dokument: Er dient als Arbeitsnachweis und ist Voraussetzung für die Wahl des Bürgermeister-Paars. Für ein paar Rangel kann man sich mit dem Dreirad durchs Feriendorf chauffieren lassen.

28 Betreuerinnen und Betreuer führen Regie

29 Betreuerinnen und Betreuer sorgen dafür, dass die Kinder sicher spielen, basteln, werkeln und ihre Fantasie ausleben können. Eine von ihnen ist Selina Pfeffer, 16 Jahre alt. Sie genießt die Arbeit mit den Kindern und sieht darin eine wertvolle Erfahrung: „Hier kann man für einen Beruf mit Kindern Praxiserfahrung sammeln“, sagt sie. Für ihre Zukunft kann sich Selina Pfeffer gut vorstellen, später einmal beruflich mit Kindern zu arbeiten.