Fasnet in Boll: So viele Tiermaskenträger gab es noch nie unterm Zoller

Mit dem Nachwuchs im Nest in Boll mit dabei: die Narrenzunft Jägi aus Rangendingen
Christian Steinhilber- Fasnetsumzug in Boll mit über 1000 Maskenträgern und vielen Zuschauern.
- Tiermasken dominierten den Umzug; erstes Mal in 144-jähriger Geschichte der Zunft.
- Narrenzunft Boll feiert 44-jähriges Vereinsjubiläum mit Brauchtumsabend und Umzug.
- Weitere Tiermaskenumzüge geplant: 19. Januar in Hirschau und 23. Februar in Rangendingen.
- Große Besucherzahl, Shuttlebusse und zahlreiche Festlichkeiten im Dorf.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In der Fasnet liebt man auch schräge Jubiläen. Die Narrenzunft Boll hat ihr 44-jähriges Vereinsjubiläum mit Brauchtumsabend und vor allem mit einem fulminanten Tiermaskenumzug begangen. So viel Getier war noch nie auf den Bollemer Straßen, zumindest nicht in der 144-jährigen Geschichte der Zunft. Doch! Die ist so alt, halt nicht als Verein. Und das waren am Sonntag gut und gerne 1000 Maskenträger plus Kapellen und Gäste und noch viel, viel mehr Zuschauer wert.
„Boll isch toll“ und „In Boll isch's immer geil“ lauteten schon die Kommentare beim Zumpftmeisterempfang in Boll. Und das kann man nur unterstreichen!
Rund 1000 Hästrager mit Tiermasken und noch viel, viel mehr Zuschauerinnen und Zuschauer feierten am Sonntag das 44. Jubiläum der Narrhalla Boll ausgelassen mit einem Tiermaskenumzug. Ob diverse Vögel, Bären, Esel oder Füchse, alle Fasnetsliebhaber dürften auf ihre Kosten gekommen sein. Und das gleich eine Woche nach Dreikönig!

Mit Grüßen von ebenfalls unterm Zoller: Die Bisinger Kirchamäus waren mittendrin beim Bollemer Umzug.
Christian SteinhilberIn Boll legten die Macherinnen und Macher des Jubiläumswochenendes einen fulminanten Fasnetsauftakt hin. Bestens unterstützt wurden sie von den anderen Vereinen, und so stand das Dorf unterm Zoller ganz im Zeichen der Narren und bot genügend Anlaufstellen für die zahlreichen Besucher. Private „Besen“ wuchsen aus dem Boden wie Pilze.
Ein ganzes Gebäude für die Bar bot dann den passenden Raum, so ein Jubiläum zu feiern. Und wer wollte, der konnte in der Festhalle noch die Tänze der drei jüngsten Tanzgruppen der Hasawedel erleben. Der Narrensamen steht also ebenfalls in den Startlöchern.

Seinen Imbiss hat der Burgfalke aus Straßberg immer mit dabei. Auch in Boll dürfte man aufgeatmet haben, dass es nur ein Nachbau ist.
Christian SteinhilberGemütlich, bunt und ausgelassen war die Narrhalla Boll am Freitag mit einem Brauchtumsabend in ihr Jubiläumswochenende gestartet. Die Hasawedel hatten sich einige Gäste eingeladen. Neben dem Ringpräsidium freute die Jubiläumszunft, dass die Schlattemer Uhus, die Hagenmannhexen, die Hagaverschrecker aus Stetten und die Hudelgai Bätscher ihrer Einladung gefolgt waren. Durch das bunte Programm führte Narrenchef André Göckel. Einen kurzen Einblick in die Narrensage und die Tradition der Bollemer bot der Hasentanz. Danach gaben Thomas Ott und Jörg Hähn die besten Hits aus der Bollemer Fasnet zum Besten. Drei Tanzgruppen waren in der Festhalle präsent: die „Next Move“ und „Best Harmony“ der Gastgeber, wie auch die Showtanzgruppe aus Schlatt. Ohne ihren Hexentanz mitzubringen, wollten die Hagenmannhexen auch nicht kommen.

Mit einem Brauchtumsabend eröffneten die Hasawedel ihr Jubiläumsprogramm. In der Festhalle brachten Thomas Ott und Jörg Hähn eine "Best of" der heimischen Fasnetshits.
Christian SteinhilberKrönender Abschluss des Programms war das kleine Konzert der Hudelgai Bätscher. Dann war endlich vollends Gelegenheit dafür, in der Bar aufs Jubiläum anzustoßen. Zum „Ballabua“ bot sich die Möglichkeit, auf der Bühne das Tanzbein zu schwingen.
Ein Tänzchen beim Umzug
Tanzen, das funktionierte auch am Sonntag beim Umzug. Tiermasken, das war in Boll eine Premiere. Aber das merkte man selbstverständlich nicht: Alles war bestens gelungen! Die vielen Gastkapellen im Umzugsplan luden die Gäste am Straßenrand zum Mitwippen ein.

Die Wannweiler Esel fielen flott ins Auge, wenn sie die begeisterten Zuschauer passierten
Christian SteinhilberNoch mehr Tiere auf der Straße
Die Bollemer Hasawedel freuen sich über den Erfolg ihres ersten Tiermaskenumzugs, und sie besuchen selbst ebenfalls noch welche. Schon am Sonntag, 19. Januar, sind sie in Hirschau bei Tübingen, und dann ist am Sonntag, 23. Februar, dem Wahlsonntag, Tiermaskenumzug auch in Rangendingen.

Die Gastgeber hatten zwar viel Arbeit drumherum, nahmen an ihrem ersten Tiermaskenumzug aber trotzdem selbst teil.
Christian SteinhilberEin Tiermaskenumzug mit über 20 verschiedenen Gruppen ist etwas ganz Besonderes, das sich auch am Sonntag zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer gerne ansahen. Die wurden extra mit dem Shuttlebus nach Boll gebracht. Dort genossen sie dann das Fasnetstreiben bei bestem Wetter in vollen Zügen. Vergnügt haben sich die Gäste auch bestens in der Bar im alten Frei-Gebäude und in der Festhalle zum Programm, das die Hasawedel nach dem Umzug boten. Bestens versorgt und verköstigt wurden alle Gäste am Straßenrand und im Narrendorf an der Festhalle.
