Ewimed und Fundera Hechingen
: So schön arbeitet es sich in der Medizintechnik: Offene Türen im Prachtbau

Wann kann man schon einmal schauen, wie Arbeitsplätze von heute sind? Also nutzten sehr viele Menschen aus der weiten Region die Möglichkeit, beim Family & Friends-Event im Nasswasen dabeizusein.
Von
Ernst Klett
Hechingen
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Drainagen für Lunge und Bauchraum sind das Markenzeichen des Bollemer und jetzt Hechinger Medizintechnikunternehmens Ewimed. Beim Tag der offenen Tür im neuen Fundera Business Forum wurden den Besucherinnen und Besuchern die Geräte erläutert.

Drainagen für Lunge und Bauchraum sind das Markenzeichen des Bollemer und jetzt Hechinger Medizintechnikunternehmens Ewimed. Beim Tag der offenen Tür im neuen Fundera Business Forum wurden den Besucherinnen und Besuchern die Geräte erläutert.

Ernst Klett
  • Ewimed eröffnete im Hechinger Nasswasen das Fundera Business Forum und lud zum Tag der offenen Tür.
  • Gezeigt wurden Ewimed-Drainagen für Lunge und Bauchraum, die Funktionsweise wurde erklärt.
  • Fundera: Hauptmieter ist Ewimed, Flächen für weitere Firmen und Coworking, plus Gastronomie und Events.
  • Großer Andrang beim Family & Friends-Event – Musikvereine traten auf, die Gastronomie war geöffnet.
  • Ewimed hat über 500 Beschäftigte an Standorten in elf europäischen Ländern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Tübingen drohen über 700 Menschen ihre Arbeitsplätze beim Impfstoffhersteller Biontech zu verlieren, weil die Mainzer sparen müssen und Standorte schließen. In Hechingen errichten derweil Medizintechnik-Firmen zusätzliche Niederlassungen oder bauen ein weiteres Mal an. Größer könnten die Kontraste entlang der B 27 wohl nicht sein.

Ziemlich krisenfeste Medizintechnik

Es ist aber auch ein zeitliches Zusammentreffen, das Ausrufezeichen setzt. Die Region Hechingen kann weiterhin auf die ganz offenkundig äußerst krisenfesten Medizintechniker bauen. Was unter der Burg aus „America first“ noch alles werden könnte, muss man zwar abwarten, aber davon abgesehen zeichnet die Unternehmen eine enorme Standorttreue aus.

Das zeigt aktuell die Einweihung des Fundera Business Forums im Hechinger Nasswasen, direkt an der erwähnten B 27. Dahinter steckt der 1991 in Boll gegründete Medizintechniker Ewimed, der damit ein neues, kernstädtisches Kapitel in seiner Firmengeschichte aufschlägt. Wie prächtig ein Funktionsbau innen gestaltet sein kann, das erfuhr die breite Öffentlichkeit vorab durch die Berichte über die Eröffnung vor wenigen Tagen. Es folgte, damit ein jeder und eine jede es selbst erleben konnte, ein Family & Friends-Event, mit dem man heutzutage einen Tag der offenen Tür wortgewaltiger umschreibt.

Allerdings war es tatsächlich viel mehr, als dass nur die Eingangstür auch am Sonntag offen war: Allein der Publikumsandrang einen ganzen Nachmittag lang rechtfertigte problemlos den „Event“-Begriff. Wann schließlich hat man sonst auch die Gelegenheit, sich über die Ausgestaltung modernster Arbeitsplätze zu informieren?! Und damit kann das Fundera Business Forum makellos glänzen.

Was mag es wohl ganz genau mit den extra Einbauten samt Glastüren in einer Ewimed-Abteilung auf sich haben? Wer vor Ort war, weiß jetzt Bescheid darüber.

Was mag es wohl ganz genau mit den extra Einbauten samt Glastüren in einer Ewimed-Abteilung auf sich haben? Wer vor Ort war, weiß jetzt Bescheid darüber.

Ernst Klett

Fundera, Ewimed – wie denn jetzt? Es ist ziemlich einfach. Ewimed aus Boll hat neu gebaut in der Kernstadt und sich im sehr stattlichen Gebäude als Hauptmieter niedergelassen. Der Fundera Business Campus gehört zum Unternehmen und stellt seine Raumwelten aber auch weiteren Firmen bereit. Coworking nennt man das. Das Modell mit mehreren verschiedenen Firmen unter einem Dach wird auch in der ehemaligen Orangerie im Hechinger Fürstengarten gewählt, allerdings in deutlich kleinerem Maßstab. Hinzu kommen am Nasswasen Veranstaltungsräume und die hauseigene Gastronomie, die ebenfalls der Allgemeinheit zur Verfügung stehen.

Hockete, ein mittelgroßes Volksfest? Nein, enormer Andrang beim Tag der offenen Tür von Ewimed und Fundera im Hechinger Nasswasen.

Hockete, ein mittelgroßes Volksfest? Nein, enormer Andrang beim Tag der offenen Tür von Ewimed und Fundera im Hechinger Nasswasen.

Ernst Klett

Es ist ein Mehrfachgewinn für die Stadt und die Region entstanden im Industrie- und Gewerbegebiet im Hechinger Norden. Davon haben sich beim Tag der offenen Tür ganze Menschenmassen selbst ein Bild machen wollen. Die Besucherinnen und Besucher wissen jetzt, wenn sie denn einem der Kurzvorträge gelauscht haben, wie die wertvollen Ewimed-Drainagen funktionieren, die Menschen helfen, die zu viel Wasser in der Lunge oder im Bauchraum haben. Rettung kommt aus dem Hohenzollerischen beziehungsweise von weiteren Standorten in elf (!) europäischen Ländern mit mehr als 500 Beschäftigten.

Geöffnet wohlgemerkt für alle: Die Gastronomie im Fundera Business Forum hilft, eine immer größer werdende Hechinger Lücke wieder zu füllen.

Geöffnet wohlgemerkt für alle: Die Gastronomie im Fundera Business Forum hilft, eine immer größer werdende Hechinger Lücke wieder zu füllen.

Ernst Klett

Der Event-Tag war gleichzeitig Werbung für die Fundera-Gastronomie. Ein Angebot, das man in Hechingen und Umgebung sehr zu schätzen wissen dürfte. Volksfestcharakter erhielt der Familien- und Freundetag nicht zuletzt durch die Auftritte des Blasorchesters aus Schlatt und die Bewirtung durch die Stadtkapelle Hechingen.