Erdbeben im Zollernalbkreis: Erde wackelt am Freitagmorgen mit Stärke 2.8

Der Seismograph schlug wieder aus: Ein schwaches Erdbeben hat es am Freitagmorgen unter der Zollernalb gegeben.
Oliver BergEin leichter Erdstoß hat am frühen Freitagmorgen um 6.31 Uhr manche Menschen auf der Zollernalb unsanft geweckt. Der Landeserdbebendienst Baden–Württemberg verortet das Beben bei Albstadt auf halber Strecke zwischen den Stadtteilen Ebingen und Lautlingen. Die Magnitude auf der Richter–Skala lag bei 2.8.
„In der Region Albstadt zahlreich verspürt“
Die Herdtiefe wird mit zirka vier Kilometer unter der Erdoberfläche angegeben. Zu den Wahrnehmungen heißt es: „in der Region Albstadt zahlreich verspürt“. Von Schäden ist bislang nichts bekannt.
Die erste automatische Auswertung des Landeserdbebendienstes in Freiburg hatten die Stärke 2,6 auf der Richterskala angegeben. Der Schweizer Erdbebendienst gab die Stärke gleich mit 2,8 an.
Das stärkste Zollernalb–Beben seit Oktober 2022
Das Portal erdbebennews.de ordnet ein: „Es ist das zweite spürbare Zollernalb–Erdbeben in diesem Jahr. Zuvor wurde am 21. Februar ein Beben der Stärke 1.7 in Burladingen gespürt. Gemessen an der Magnitude ist es das stärkste Erdbeben im Zollernalbkreis seit Oktober 2022, als während der dortigen Erdbebenserie ein Beben der Stärke 3.9 zwischen Jungingen und Albstadt auftrat. Deutschlandweit ist es das stärkste Erdbeben seit Dezember 2023.
Die Albstadt–Scherzone
Erdbeben in Albstadt und umliegenden Orten des Zollernalbkreises gehen auf die Albstadt–Scherzone zurück. Dabei handelt es sich um eine Bruchzone, die als Stressreaktion auf die Alpenbildung entstanden ist und die von Konstanz bis nach Stuttgart verläuft. Namensgebend ist Albstadt, da hier der mit Abstand seismisch aktivste Bereich der gesamten Bruchzone liegt. Dieser erstreckt sich von Meßstetten bis nach Tübingen. Drei große Erdbeben zwischen Magnitude 5.7 und 6.1 in den Jahren 1911, 1943 und 1978 sowie regelmäßige kleinere Beben machen den Zollernalbkreis zur aktuell erdbebengefährdetsten Region Deutschlands.“

