„Dicke Fische“ in der Domäne Hechingen: Ein toller Live-Sommer geht zu Ende
Mit einem famosen Autritt der Rock- und Reggae-Band „Dicke Fische“ aus Holzgerlingen endete am Donnerstagabend in gleichermaßen gemütlicher wie stimmungsvoller Atmosphäre die Konzertreihe „Live Sommer“ auf dem Domäne-Areal in Hechingen. Dabei zeigte das Publikum, wie man feiert, ohne gegen die Coronaregeln zu verstoßen.
Der Auftritt von Bruno Zarrella am Freitag musste leider wegen der kühlen Witterung und des anhaltenden Regens abgesagt werden.
Dafür ließen sich die „Dicken Fische“ am Donnerstag nicht lumpen und präsentierten ihren zahlreichen Fans im Domäne-Biergarten tolle eigene Titel und teils ungewöhnliche Coversongs. Anjel Ferry (Gitarre, Bass, Gesang), Lorant Magyar (Bass, Gitarre, Gesang) und Thilo Stricker (Cajon, Shaker, Gesang) hatten bei den eigenen Titeln als Lebensmotto „Leicht sein und tanzen“ ausgegeben, zeigten sich „Süchtig nach ihr“ und stellten die Frage in den Raum „Was kommt danach?“, also nach Corona. Zudem ließ das Trio im Biergarten der Domäne „Wilde Flammen“ lodern. Hier setzte Thilo Stricker mit einem beeindruckenden Cajon-Solo und als Beat-Boxer Akzente und das Publikum klatschte begeistert mit.
Weiter durften sich die Fans über eine spezielle Version von „Englishman in New York“ von Sting freuen, bei dem die virtuose Gitarrenarbeit und der „fette“ Bass auffielen. Auch hier, wie bei diversen anderen Liedern, war im Publikum mitklatschen angesagt. Die fetzige, dynamische und vorwärts preschende Version von „No Roots“ aus der Feder von Alice Merton wurde durch ein schnell gespieltes, filigranes Gitarrensolo veredelt, und die Musiker wurden nach diesem Song nicht nur mit Beifall, sondern mit lautem Johlen belohnt.
Die „Dicken Fische“ kredenzten weiter ein Medley, bestehend aus einem eigenen Titel, sowie „Shape Of You“ von Ed Sheeran und „Rockabay“ von Clean Gangster. Man habe hier, was man gerne mache, diverse Songs „verdick-fischt“, wie Anjel Ferry quasi mit einem Augenzwinkern und dem Verweis auf den Bandnamen vermerkte.
Ein Tänzchen mit Abstand
Nach lange anhaltendem Beifall und „Zugabe“-Rufen folgte mit dem optimistischen „Alles wird gut“ ein eigenes Stück mit Zeilen wie „Man muss nur gut durchatmen“. Das zu Beginn ruhiger gehaltene Stück steigerte sich im Verlaufe immer mehr, das Publikum machte und sang wieder freudestrahlend mit, die Hände gingen nach oben und es wurde auch geschunkelt. Mit John Lennons „Imagine“ verabschiedete sich die Band von ihren Zuhörern.
Lacher: „Besser geht’s nicht“
Im Publikum sah man beim Auftritt der „Dicken Fische“ viele gut gelaunte Gesichter, es wurde nicht nur mitgemacht, gesungen und geklatscht, sondern auch dem Paartanz gefrönt. Auch einige Solotänzerinnen und -tänzer mit dem nötigen Abstand oder aber zusammengehörende, tanzende Gruppen oder Familien sah man über das „Parkett“ wirbeln. Die Band freute sich über eine Menge teils langjähriger Fans, die sich wiederum angetan zeigten vom Auftritt ihrer Lieblinge in Hechingen, vor allem angesichts der vielen aufgrund der Pandemie abgesagten Konzerte.
Auf der „La Paz Terraza“ nebenan unterhielt gleichzeitig die Band „Quintfall“ aus Horb die Zuhörer mit Jazz-Balladen oder Titeln aus den Bereichen Rock, Pop, Latin und Bossa Nova.
Weihnachtsmarkt geplant
Domäne-Chef Thomas Lacher sprach bezüglich des Live-Sommers von einer „tollen Sache in schweren Zeiten“ und zeigte sich sehr zufrieden mit allen Konzerten und dem über fast die ganze Zeit traumhaften Wetter. Zusammen mit seinem Team habe man alles innerhalb von sechs Wochen auf die Beine gestellt und die vielen Auftritte dann famos gestemmt, immer unter Einhaltung der Coronaregeln. Auch die Künstler hätten toll mitgemacht und zusammengehalten, so Lacher. Der Live-Sommer auf dem Domäne-Areal sei fast nicht besser möglich gewesen.
Ab Ende November sei auf dem schönen Areal am Fuße der Burg Hohenzollern ein kleiner, vierwöchiger Weihnachtsmarkt geplant.



