Umweltfreundlicher Verkehr: Hechingen ist eine von 15 Klima-Modellkommunen

Verkehrsminister Winne Hermann gab bekannt, dass Hechingen eine von 15 Modellkommunen für klimafreundliche Mobilität ist.⇥⇥
Wolfram ScheibleDas kann Hechingen ganz viele Zuschüsse beim Umsteuern hin zu klimafreundlicher Mobilität bringen: Die Zollernstadt ist jetzt als eine von 15 Modellkommunen in Baden-Württemberg für beispielhafte Klimaschutzprojekte auf dem Verkehrssektor ausgewählt worden. Getroffen hat die Entscheidung die Jury des „Kompetenznetzes Klima Mobil“, wie das Stuttgarter Verkehrsministerium am Donnerstag mitteilte.
In illustrer Gesellschaft mit Freiburg, Karlsruhe und Co.
Hechingen, als erste zertifizierte „European Energy Award“-Kommune im Zollernalbkreis schon einmal Öko-Pionier, ist dabei in durchaus illustrer Gesellschaft. Die anderen 14 Modellkommunen sind Althengstett, Burgstetten, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Kehl, Ludwigsburg, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil, Sachsenheim, Schorndorf, Simonswald und Waldkirch. „Das Interesse war noch größer, als wir es erwartet hatten“, erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann. „Die Kommunen haben erkannt, dass der Klimaschutz nicht warten kann. Sie wollen anpacken, sie wollen vorangehen.
41 Städte und Gemeinden hatten sich beworben
Im Fokus der insgesamt 41 eingegangenen Bewerbungen stehen Maßnahmen aus drei zentralen Handlungsfeldern: die Bevorrechtigung umweltfreundlicher Verkehre, das Parkraummanagement sowie die Verkehrsberuhigung und Straßenraumgestaltung. Die Projekte befassen sich zum Beispiel mit der Umgestaltung von Ortsdurchfahrten, dem klima- und menschenfreundlichen Stadtumbau, der Einführung verkehrsberuhigter Quartiere, der Förderung von Fuß- und Radverkehr und der Ausweitung des Parkraummanagements. „Damit tragen die ausgewählten Modellkommunen sehr konkret zum Klimaschutz und den fünf Zielen des Landes Baden-Württemberg bei: Verdopplung des ÖPNV, jeder zweite Weg mit Fuß- oder Rad, ein Drittel weniger konventionelle Kraftfahrzeuge in den Städten, jedes Dritte Auto klimaneutral und jede dritte Tonne klimaneutral transportiert. So entsteht Lebensqualität durch Klimaschutz“, sagte Hermann.
Es winken üppige Fördergelder
Das „Kompetenznetz Klima Mobil“ will Hechingen und die anderen Modellkommunen intensiv bei der Planung und Kommunikation sowie bei der Akquise von Fördermitteln für die eingereichten Projekte unterstützen. Wie es im Hechinger Gemeinderat hieß, als sich das Gremium zur Bewerbung entschloss, könnte die Stadt bis zu 70 000 Euro für Beratungsleistungen erhalten und einzelne Projekte mit bis zu 90 Prozent bezuschusst bekommen. Insgesamt stellt der Bund eine Fördersumme von 2,3 Millionen Euro zur Verfügung. Das Land will mit einer Summe „in vergleichbarer Höhe“ mit von der Partie sei und das Kompetenznetzwerk inhaltlich unterstützen.
Initiative aus dem Hechinger Gemeinderat
In Hechingen hatten die vier Ratsfraktionen CDU, Freie Wähler, SPD und Bunte Liste die Bewerbung als Klima-Mobil-Modellkommune gemeinsam initiiert. Nur die AfD-Räte hatten dagegen gestimmt. Inhaltlich führend bei der Ausarbeitung der Bewerbung waren die Öko-Energie-Experten im Gremium, Almut Petersen (Bunte Liste) und Roland Huber (Freie Wähler).
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Einige der Hechinger Projektziele
Die Hechinger Projektskizze hatte unter anderem folgende Ziele genannt:
