7,9 Prozent mehr: Verkehrsverbund Naldo erhöht Preise zum 1. Oktober

Auf einen Blick: die Nutzerzahlen des Deutschlandtickets und des Deutschlandtickets JugendBW im Naldo-Gebiet.
NaldoDie Fahrkarten im Gebiet des Verkehrsverbundes Naldo werden teurer. „Durch stetig steigende Material- und Personalkosten benötigen die Verkehrsunternehmen im Naldo auch 2024 höhere Einnahmen. Daher hat der Naldo-Aufsichtsrat beschlossen, den Naldo-Tarif nach einem Jahr zum 1. Oktober 2024 um durchschnittlich 7,9 Prozent zu erhöhen“, erklärte Naldo-Geschäftsführer Christoph Heneka am Mittwoch, 21. August 2024, in Hechingen.

56 Verkehrsunternehmen in der Region Neckar-Alb und vier Landkreise sind Gesellschafter des Naldo.
Thomas KiehlDie kommende Tarifanpassung, so heißt es, werde jedoch nur jeden dritten Fahrgast betreffen, denn die meisten Naldo-Kundinnen und -Kunden seien zwischenzeitlich mit dem Deutschlandticket unterwegs, die jungen Fahrgäste mit dem Deutschlandticket JugendBW. „Deutschlandticket und JugendticketBW sorgen für einen Abo-Rekord im Naldo. Mit über 83.000 Abonnements haben so viele Naldo-Kunden wie noch nie einen Abovertrag bei unseren Verkehrsunternehmen abgeschlossen“, sagte Heneka.
Gesellschafter des Verkehrsverbundes Naldo sind die vier Verbund-Landkreise Reutlingen, Tübingen, Zollernalb und Sigmaringen sowie die 56 Verkehrsunternehmen der Region mit jeweils 50 Prozent Gesellschaftsanteilen. Gemeinsam entscheiden sie über die Weiterentwicklung des Naldo-Tarifs unter Berücksichtigung der Kosten- und Ertragsentwicklung.
Für solide Finanzierung des Deutschlandtickets
„Damit die Bürgerinnen und Bürger im Naldo ihr Mobilitätsverhalten dauerhaft ändern, benötigen wir eine verlässliche und solide Finanzierung des Deutschlandtickets über mehrere Jahre hinweg", betonte Christoph Heneka. Das dürfe aber „nicht auf Kosten des Ausbaus und der Modernisierung des Bus- und Bahnangebots geschehen. Nur wenn unsere Kundinnen und Kunden auf diese beiden wichtigen Fragen belastbare und klare Antworten von den politischen Entscheidern erhalten, kann eine Mobilitätswende gelingen“.
