Windräder bei Baiereck
: Lärmquelle ist wohl gefunden: Werden defekte Teile repariert oder ersetzt?

Die Rotoren im Windpark Königseiche, die für viel Unmut im benachbarten Baiereck sorgen, werden nun nochmals getestet. Dann wird entschieden, wie der Weiterbetrieb ohne Lärm gewährleistet werden kann.
Von
Dirk Hülser
Ebersbach
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Windrad bei Baiereck: Der Fehler für den tieffrequenten Lärm konnte weiter eingegrenzt werden. Jetzt gibt es Testläufe.

Staufenpress
  • Windräder bei Baiereck verursachen Lärm, Getriebe als Ursache vermutet.
  • Testläufe am 14. und 15. April sollen Klarheit bringen.
  • Windräder bleiben bis zur Lösung des Problems außer Betrieb.
  • Landratsamt erhielt viele Beschwerden seit Inbetriebnahme am 20. Dezember 2024.
  • Weitere Testbetriebe sind geplant, um die Lärmquelle zu bestätigen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Von „zahlreichen Beschwerden“ spricht das Landratsamt, die eingegangen seien, seit die Firma Uhl Windkraft aus Ellwangen am 20. Dezember 2024 zwei Windräder im Windpark Königseiche bei Baiereck auf der Gemarkung Ebersbach in Betrieb genommen hat. Grund für die Proteste seien insbesondere „Brummtöne sowie tieffrequenten Geräusche“ gewesen, teilt die Behörde jetzt in einer Pressemitteilung mit. Denn es gibt eine neue Entwicklung in dem Fall.

Lärm nicht nur bei starkem Wind

Während eines ersten Testbetriebs waren die Windräder erst ab einer Windgeschwindigkeit von 6,5 Metern pro Sekunde in Betrieb gegangen. Hierdurch sollte gewährleistet werden, dass die Rotoren erst bei Windgeschwindigkeiten in Betrieb gehen, die für das Auftreten der bei einer Messung festgestellten Frequenzen unkritisch sind. Diese ursprüngliche Annahme, dass die Lärmproblematik bei kräftigem Wind bei den Rotoren nicht auftritt, hat sich nach umfangreichen Tests jedoch als falsch herausgestellt. Das Landratsamt berichtet auch, dass die Lärmquelle ziemlich sicher feststehe: „Zwischenzeitlich hat sich der Verdacht erhärtet, dass die Lärmproblematik mit den Getrieben der Windenergieanlagen zusammenhängt.“

Uhl Windkraft habe nun mitgeteilt, dass die Anlagen am Montag, 14. April, und Dienstag, 15. April, tagsüber für einige Minuten in Betrieb genommen werden, um die Getriebe für weitergehende Untersuchungen auf Betriebstemperatur zu bringen. Anschließend würden die Windräder umgehend wieder abgeschaltet. Dieser Vorgang werde voraussichtlich mehrfach wiederholt, um unterschiedliche Getriebestellungen zu überprüfen.

Bis auf Weiteres außer Betrieb

Anschließend werde dann entschieden, ob die Getriebe vor Ort gerichtet werden können oder ausgetauscht werden müssen. „Aufgrund der vorliegenden Messergebnisse bleiben beide Windenergieanlagen außer Betrieb, bis der Anlagenbetreiber mitteilt, wie die technische Lösung zur Behebung der Lärmproblematik aussieht und umgesetzt wird“, schreibt der Leiter des Umweltschutzamts, Jupp Jünger. Ausgenommen vom Betriebsstopp bleiben weitere erforderliche Testbetriebe der Windräder.