Windpark bei Baiereck: Ist ein Getriebeschaden schuld für das laute Brummen der Windräder?

Ist im Windpark Königseiche ein Getriebeschaden Schuld am Brummen? Ein Testbetrieb mit Messungen soll Klarheit bringen.
Staufenpress- Windpark Baiereck: Windräder seit März still, Testbetrieb geplant.
- Ursache: Getriebeschaden vermutet, Messungen sollen Klarheit bringen.
- Testbetrieb beginnt voraussichtlich am 1. April, dauert bis 2. April.
- Bei positivem Testergebnis Wiederaufnahme des Betriebs möglich.
- Seit Dezember 2024 Beschwerden über Lärm, Auffälligkeitsmessung durchgeführt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Windpark Königseiche, der vor allem Anwohner aus Baiereck mit Störgeräuschen um den Schlaf gebracht hat, soll nun in einen Testbetrieb gehen. Das teilt das Umweltschutzamt in einer Pressemitteilung am 31. März 2025 mit.
Durch eine neue Softwareprogrammierung sollen die Windräder zunächst erst ab einer Windgeschwindigkeit von 6,5 Metern pro Sekunde in Betrieb gehen. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass die Rotoren erst bei Windgeschwindigkeiten in Betrieb gehen, die für das Auftreten der bei der Auffälligkeitsmessung festgestellten Frequenzen unkritisch sind. Bei niedrigeren Windgeschwindigkeiten bleiben die Anlagen weiterhin außer Betrieb, bis finale technische Änderungen umgesetzt wurden.
Ein Getriebeschaden könnte die Ursache sein
Um die neue Programmierung der Anlagen und die Auswirkungen auf das Emissionsverhalten zu testen, ist ein Betrieb der Anlagen notwendig. Während dieses Testbetriebs wird eine Schallvermessung an denselben vier Messpunkten wie bei der letzten Auffälligkeitsmessung vorgenommen. Aufgrund der vorausgesagten Windverhältnisse (Windgeschwindigkeiten größer als 6,5 Meter pro Sekunde) ist deshalb damit zu rechnen, dass der Testbetrieb im Laufe des 1. April beginnen wird, er wird bis voraussichtlich Mittwochmorgen, 2. April, 6 Uhr, andauern. Ein Dauerbetrieb innerhalb der unkritischen Windgeschwindigkeitsbereiche wird erst nach Vorliegen eines positiven Testergebnisses wieder möglich sein.
Die technische Ursache für die vorhandene Lärmthematik hängt möglicherweise jeweils mit einem Getriebeschaden zusammen. Das Umweltschutzamt geht davon aus, dass die Lärmthematik nicht mehr vorhanden sein wird, sobald die notwendigen technischen Reparatur- oder Austauscharbeiten erfolgt sind. Das Umweltschutzamt wird zum gegebenen Zeitpunkt mitteilen, welche weiteren technischen Maßnahmen ergriffen werden.
Probleme seit längerer Zeit
Die Firma Uhl Windkraft Projektierung aus Ellwangen hatte am 20. Dezember 2024 die beiden genehmigten Windenergieanlagen auf der Gemarkung Ebersbach erstmalig in Betrieb genommen. Seitdem gingen beim Landratsamt zahlreiche Beschwerden, insbesondere wegen Brummtönen sowie tieffrequenten Geräuschen, ein. Deshalb wurde eine Auffälligkeitsmessung durch den Betreiber vorgenommen. Das Ergebnis der Auffälligkeitsmessung war, dass bei niedrigen Windgeschwindigkeiten (bis zu etwa 6,5 Meter pro Sekunde) eine Auffälligkeit im Emissionsverhalten der Anlagen vorliegt. Seit dem 4. März stehen die Anlagen deshalb still.

