Windpark Baiereck: Die Beschwerden halten an – Abnahmemessung wird voraussichtlich aufgeteilt

Die Windräder beim Windpark Königseiche sind seit ihrer Inbetriebnahme ein Ärgernis für die Anwohner in Baiereck.
Staufenpress- Anwohner melden seit Wiederinbetriebnahme Lärm: „Wusch“, Pfeifen, Brummen, Dröhnen.
- Hinweise häuften sich 3.–5. Feb. sowie 11.–16. Feb.; Schlaf wird beeinträchtigt.
- Abnahmemessung scheiterte wegen Regen; Messung soll zeitlich aufgeteilt werden.
- Windfenster 7–13 m/s wird in zwei Zeiträumen gemessen; Abstimmung mit LUBW läuft.
- Messergebnisse müssen binnen 12 Monaten nach Inbetriebnahme vorliegen; Planungen laufen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es liegt offenbar weiterhin am schlechten Wetter: Geplante Messungen an den Windrädern des Windparks Königseiche sind durch die schlechte Witterung erneut gestört worden, sodass das Landratsamt jetzt zu weiteren Maßnahmen greifen muss.
Die beiden Windenergieanlagen im Windpark Königseiche wurden nach einem vorübergehenden Stillstand infolge eines Getriebeschadens zum 30. September 2025 wieder in Betrieb genommen. Seitdem erreichen das Landratsamt Göppingen Rückmeldungen aus der Bürgerschaft zu Geräuschwahrnehmungen, denen im Rahmen der Zuständigkeit als Überwachungsbehörde nachgegangen wird, teilt das Landratsamt Göppingen mit.
So sind seit Ende Dezember weitere Hinweise eingegangen. Neben Meldungen um Weihnachten und den Jahreswechsel zeigte sich eine Häufung im Zeitraum 3. bis 5. Februar, sowie nochmals im Zeitraum 11. bis 16. Februar. In den Rückmeldungen werden laut Mitteilung wiederkehrend Geräuscheindrücke beschrieben, darunter „Wusch“-Geräusche der Rotorblätter, teils pfeifende Anteile sowie Brummen oder Dröhnen. Als Auswirkungen werden vor allem Schlafbeeinträchtigungen und eine erhöhte Belastung im Alltag benannt.
Witterung macht Messungen schwierig
Für eine fachlich belastbare Bewertung sind normkonforme Messungen unter festgelegten Bedingungen erforderlich, damit Ergebnisse vergleichbar und rechtlich verwertbar sind. Bestimmte Witterungslagen, insbesondere Niederschlag, schließen eine Messdurchführung aus. Im Zeitraum 11. bis 16. Februar waren die Windverhältnisse grundsätzlich günstig, eine Durchführung der schalltechnischen Abnahmemessung (Emissionsmessung) war jedoch wegen Regens nicht möglich. Um die Abnahmemessung trotz witterungsbedingter Einschränkungen zügig und zielgerichtet umzusetzen, wird derzeit vorgesehen, die Messung aufzuteilen, sodass das Windgeschwindigkeitsfenster von 7 bis 13 m/s in Nabenhöhe in zwei geeigneten Messzeiträumen abgedeckt werden kann. Diese neue Vorgehensweise wird aktuell mit der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) abgestimmt.
Planungen laufen bereits
Hinsichtlich der Frist für die Abnahmemessung gilt, dass gemäß der einschlägigen Nebenbestimmung zur immissionsschutzrechtlichen Genehmigung die Vorlage der Messergebnisse innerhalb einer Frist von zwölf Monaten nach Inbetriebnahme zu erfolgen hat. Der Fristlauf beginnt daher hier ab der bewilligten Wiederinbetriebnahme der beiden Windenergieanlagen am 30. September 2025.
Ergänzend soll der Entwurf eines Messkonzepts für eine Immissionsmessung noch im Februar eingehen. Nach Eingang wird das Konzept unverzüglich gemeinsam mit dem Bürgermeister, dem Ortsvorsteher und dem Fachberater abgestimmt. Die Zustimmung in diesem Kreis gilt dann als Freigabe des Messkonzepts für die weitere Umsetzung.
Schon länger ein Ärgernis
Seit etwas über einem Jahr bringen die Windräder im Windpark Königseiche die Anwohner in Baiereck um den Schlaf und sorgen für eine Beschwerdeflut bei den zuständigen Behörden. Nachdem bereits im Februar 2025 störende Töne festgestellt wurden und Einwohner des Ortes Baiereck, der unterhalb des Windparks im Tal liegt, nachts Brummtöne hörten, hatte der Herstellers Nordex und der Betreibers Uhl Windkraft die Getriebe der beiden Anlagen ausgetauscht. Am 30. September 2025 war die Anlage wieder in Betrieb gegangen. Vincent Krapf, der Ortsvorsteher von Nassachtal-Diegelsberg war vom Ergebnis wenig begeistert. „Es war furchtbar laut, und der Brummton war wieder so, wie mit dem alten Getriebe. Kein Unterschied.“
