Warnstreiks in ganz Baden-Württemberg
: Verdi kündigt Busstreiks an

Aufgrund gescheiterter erster Verhandlungen rund um Gehälter und Azubi-Vergütung ruft Verdi auch im Landkreis Ende der Woche zu Warnstreiks bei den Busbetrieben auf.
Von
Jasmin Kaißer
Göppingen
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Verdi: ARCHIV - 18.11.2019, Baden-Württemberg, Stuttgart: Eine Verdi-Fahne ist auf einer Demonstration zu sehen. (zu dpa: «Verdi: Warnstreiks bei Bussen am Donnerstag und Freitag») Foto: Tom Weller/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Zu erhebliche Einschränkungen im Busverkehr kann es Ende der Woche (KW 2) in ganz Baden-Württemberg kommen. Grund hierfür ist ein von der Verdi initiierter Streik.

Tom Weller/dpa
  • Verdi ruft Ende der Woche zu Busstreiks in Baden-Württemberg auf.
  • Grund: Gescheiterte Verhandlungen über Gehälter und Azubi-Vergütung.
  • Betroffen: 30 Betriebe, u.a. in Göppingen, Esslingen, Reutlingen und Tübingen.
  • Streiktermine: 9. und 10. Januar mit jeweiligen Kundgebungen.
  • Verdi fordert 9% mehr Entgelt und 100 Euro mehr für Azubis.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nachdem die erste Verhandlungsrunde am 18. Dezember 2024 für die rund 9.000 Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg ohne Angebot der Arbeitgeber beendet wurde, ruft Verdi diese Woche zu ersten Warnstreiks auf. Das teilt Verdi in einer Pressemitteilung mit.

Fahrgäste müssen sich auf Ausfälle einstellen

Unter den von den ersten Warnstreiks betroffenen Landkreisen sei auch Göppingen. Der Grund hierfür sei eine Verhandlungsrunde im Dezember, die ohne Angebot der Arbeitgeberseite zu Ende ging, so die Mitteilung. Jetzt soll Druck auf den Arbeitgeberverband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen aufgebaut werden, bevor am 15. Januar die zweite Runde beginnt. Verdi betont, dass sie „zügig“ zu einem Abschluss kommen möchten. Angekündigt ist der Busstreik für Donnerstag, 9. Januar, und Freitag, 10. Januar, jeweils eintägig. Laut der Mitteilung sind 30 Betriebe aus unterschiedlichen Landkreisen davon betroffen. Jan Bleckert, Verdi-Verhandlungsführer, betont: „Wir erwarten auch im Sinne der Kundinnen und Kunden in der zweiten Runde ein ernstzunehmendes Angebot.“ Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert unter anderem neun Prozent mehr Entgelt und 100 Euro mehr im Monat für die Auszubildenden bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Das Busunternehmen OVG, welches einen Großteil des Landkreises Göppingen abdeckt, äußerte sich mit den Worten „wir sitzen auf heißen Kohlen“ zu dem Thema, da sie selbst noch keine genauen Informationen haben. So geht es auch dem Unternehmen Hildenbrand, die bisher bei Streiks immer mit betroffen waren, so eine Mitarbeiterin des Gruibinger Busunternehmens.

Wann wird wo gestreikt?

9. Januar:

Landkreis Esslingen: wird ganztägig gestreikt (Firma Fischle)

Landkreis Reutlingen: Streikbeginn ab 9 Uhr, Kundgebung 12.30 Uhr ZOB Reutlingen (Willy-Brandt-Platz 25, Reutlingen)

Landkreis Tübingen: Streikbeginn ab 9 Uhr, Kundgebung 10 Uhr ZOB Tübingen (Europaplatz, Tübingen)

10. Januar:

Landkreis Göppingen: wird ganztägig gestreikt. Kundgebung 10 Uhr ZOB GP (Bahnhofstraße, Göppingen)