Wirtschaft im Kreis Göppingen
: Arbeitsmarkt im Landkreis ist relativ stabil

Im Dezember hatten 7014 Menschen im Landkreis keine Arbeit, drei weniger als im November, sagt die Arbeitsagentur.
Von
Ruben Wolff
Kreis Göppingen
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Bundesagentur für Arbeit

Die Agentur für Arbeit hat in einer Pressemitteilung über die aktuelle Entwicklung im Landkreis Göppingen informiert.

Marijan Murat/dpa
  • Im Dezember waren 7014 Menschen im Kreis Göppingen arbeitslos, drei weniger als im November.
  • Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,8 Prozent, im Vorjahr waren es 4,0 Prozent mehr.
  • Herausforderungen: Digitalisierung, demografische Entwicklung, Ukraine-Krieg.
  • Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar erwartet.
  • Fachkräftemangel erfordert zeitgemäße Qualifizierung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis blieb im Dezember nahezu unverändert, berichtet die Agentur für Arbeit. So waren 7014 Menschen arbeitslos gemeldet – drei weniger als im November (die Veränderung ist so gering, dass sie sich prozentual nicht auswirkt), aber 268 (plus 4,0 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote im Kreis liegt bei 4,8 Prozent (siehe Infokasten). Das gleiche Bild zeigt sich im Nachbarkreis Esslingen, der ebenfalls zum Agenturbezirk gehört: Dort waren im Dezember 12.281 Menschen arbeitslos gemeldet – 22 Personen (0,2 Prozent) mehr als im November.

Große Herausforderungen und Strukturprobleme

„Die wirtschaftliche Situation ist unter anderem geprägt von Transformation und Strukturproblemen sowie den Herausforderungen durch Digitalisierung und die demographische Entwicklung, aber auch dem Krieg in der Ukraine“, erklärt Karin Käppel, Leiterin der Göppinger Agentur für Arbeit, in einer Pressemitteilung. Dies drücke sich aber nicht so stark in den Zahlen aus, wie es erwartet werden könnte. Zum Jahresende ist die Arbeitslosigkeit nur gering gestiegen. „Der Arbeitsmarkt zeigt sich zum Jahreswechsel trotz der Einflüsse und Belastungen also relativ stabil“, schlussfolgert Karin Käppel.

Deutlicher Anstieg im Januar erwartet

Der Agenturbezirk liegt mit dem leichten Plus der Arbeitslosigkeit unter dem Schnitt von Baden-Württemberg. Dort ist der Anstieg mit 0,7 Prozent stärker. „Allerdings laufen Ende Dezember Fristen aus und Kündigungen werden wirksam. Ich gehe deshalb von einer deutlich höheren Zahl an arbeitslosen Menschen im Januar aus“, berichtet die Agenturleiterin weiter. Aufgrund des trotz aller strukturellen Probleme bestehenden Fachkräftemangels möchte weist sie darauf hin, „wie wichtig es ist, sich damit auseinander zu setzen, inwieweit eine zeitgemäße Qualifizierung den Weg in eine neue Beschäfti-gung unterstützen kann“, so Käppel. Auf der Internetseite mein-now.de finde man hierzu viele Anregungen.

Arbeitslosenzahlen nach Geschäftsstellen

Geschäftsstelle Geislingen
Arbeitslosenquote: 4,9 Prozent
Arbeitslose: 1.695
Davon Frauen: 766

Geschäftsstelle Göppingen
Arbeitslosenquote: 4,8 Prozent
Arbeitslose: 5.319
Davon Frauen: 2.329