Trinkwasser-Verunreinigung
: Trinkwasser in Faurndau wird Chlor zugesetzt - Abkochgebot gilt weiterhin

Das Trinkwasser in Faurndau ist noch immer verunreinigt. Das Abkochgebot gilt weiterhin. Um das Leitungsnetz zu reinigen wird dem Wasser Chlor beigesetzt.
Von
swp
Faurndau
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Noch immer keine Entwarnung: Das Trinkwasser muss in Faurndau vorerst weiter abgekocht werden.

dpa

Bereits seit über einer Woche müssen die Faurndauer ihr Trinkwasser abkochen. Am Dienstag, 29. September, meldete die NINA-Warnapp die Verunreinigung. Die Behörden können nach wie vor keine Entwarnung geben, da in den entnommenen Proben noch immer Vereunreinigungen nachgewiesen wurden.

In einer Pressemitteilung stellt die Stadt Göppingen am Mittwoch in Aussicht, dass das Wasser in einigen Tagen nicht mehr abgekocht werden muss. Dies habe der Technische Geschäftsführer der Landeswasserversorgung, Prof. Dr.-Ing. Frieder Haakh, in einem Gespräch Göppingens Oberbürgermeister Guido Till mitgeteilt.

Das Wasser im Hochbehälter Haiaerhalde wurde demnach am vergangenen Wochenende kontaminiert. Der Behälter gehört zum Zweckverband Uhinger Wassergruppe und beliefert über die Landeswasserversorgung auch einen Teil des Stadtbezirks Faurndau.

Deshalb wurde vom Gesundheitsamt des Landratsamtes ein Abkochgebot für die betroffenen Straßen in Faurndau erlassen. Zwischenzeitlich wurde der Hochbehälter Haierhalde grundlegend gereinigt, desinfiziert und wieder in Betrieb genommen. Um das betroffene Wasserleitungsnetz in Teilen Faurndaus ebenfalls zu reinigen, wird dem Wasser seitdem Chlor zugesetzt, in einer laut Trinkwasserverordnung zulässigen und damit unschädlichen Dosierung.

Grund für die Verunreinigung: Ein Siebenschläfer

Die Ursache der Verunreinigung mit E.Coli-Bakterien teilte das Landratsamt am Montag mit: Ein Siebenschläfer hatte sie verursacht. „Dieser konnte vermutlich durch eine schadhafte Stelle in den Hochbehälter eindringen. In der Zwischenzeit wurde der Defekt fachmännisch verschlossen, die Trinkwasserkammer und das gesamte Leitungsnetz wurden gespült und desinfiziert“, teilte das Amt am Montag mit.

Wie die Behörde jetzt außerdem mitteilt, wurde die Anlage vor sechs Wochen begangen, wo keine schadhafte Stellen festgestellt werden konnten. Erst danach entstand ein Durchschlupf, durch den es zur Verunreinigung kommen konnte. Diese Stelle sei aber umgehend wieder geschlossen worden.

Wenn die Maßnahmen Erfolg zeigen, wenn also nach dem Wasserbehälter auch das Leitungsnetz wieder kontaminierungsfrei ist, kann das Abkochgebot durch das Gesundheitsamt des Landratsamtes wieder aufgehoben werden, schreibt die Stadt in der Mitteilung.

Voraussetzung sind verunreinigungsfreie Proben an drei aufeinander folgenden Tagen. Ob die Auswertung dieser Proben bis zum Wochenende oder erst zu Wochenbeginn vorliegen werden, ist derzeit noch nicht absehbar. „Unser Ziel ist es, möglichst schnell, aber vor allem absolut gesichert, sauberes Trinkwasser für ganz Faurndau zur Verfügung stellen zu können“, so OB Till nach seinem Gespräch mit dem LW-Geschäftsführer. „Leider sind wir mit der EVF nicht Herr des Verfahrens“, so OB Till.