Unfall auf B10 bei Ebersbach
: Ungeduldige Autofahrer blockieren Rettungsgasse

Am Samstag verliert ein Autofahrer die Kontrolle und kracht auf der B10 bei Ebersbach in die Leitplanken. Es entsteht ein langer Stau – doch nicht alle Wartenden halten sich an die Regeln.
Von
Franziska Fezer
Ebersbach/Fils
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Polizeiauto - Symbolbild: ARCHIV - 15.03.2024, Hamburg: Der Schriftzug "Unfall" ist neben dem Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiautos zu lesen. (zu dpa: «Nach Unfall auf A7 - langer Stau im Berufsverkehr») Foto: Marcus Brandt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Glück hatte ein junger Mann am Samstag (6. Dezember 2025) auf der B10 bei Ebersbach, als er in die Leitplanken knallte (Symbolbild).

Marcus Brandt/dpa
  • Unfall auf B10 bei Ebersbach: Autofahrer kracht am 6. Dezember 2025 in Leitplanken, keine Verletzten.
  • VW Touran total beschädigt, Sachschaden ca. 12.000 Euro, Unfallstelle gegen 16 Uhr geräumt.
  • Stau durch Unfall und Räumung, einige Fahrer wendeten illegal und blockierten Rettungsgasse.
  • Rückstau auf Auffahrt, Rettungsgasse auch von Autofahrer befahren – kurzzeitiger Verkehrsstillstand.
  • Wenden und Durchfahren der Rettungsgasse laut StVO verboten, drohen Bußgelder und Fahrverbot.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zu einem Verkehrsunfall mit glimpflichem Ausgang ist es am Samstag (6. Dezember 2025) auf der B10 zwischen Uhingen und Ebersbach gekommen.

Wie die Polizei mitteilt, fuhr ein 23-Jähriger mit seinem VW Touran gegen 14.40 Uhr auf der B10 in Richtung Stuttgart. Auf Höhe der Anschlussstelle Ebersbach verlor er aus bislang unbekannter Ursache die Kontrolle über sein Auto und geriet nach links in die Leitplanken. Von dort prallte der VW ab und blieb quer auf der Fahrbahn liegen. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Einsatzkräfte der Feuerwehr zogen den verunfallten VW auf den Standstreifen, sodass der Verkehr nach etwa 30 Minuten einspurig an der Unfallstelle vorbeifahren konnte – Augenzeugen berichten, über eine Stunde im Stau gestanden zu haben. Gegen 16 Uhr war die Unfallstelle geräumt. Der Sachschaden an dem total beschädigten VW wird auf etwa 12.000 Euro geschätzt.

Nicht alle Autofahrer harren im Stau aus

Obwohl bei dem Unfall und dessen Räumung alles relativ zügig vonstattenging, kam es ein paar Kilometer vor der eigentlichen Unfallstelle zu Verkehrschaos.

Augenzeugen berichten, dass nicht alle Autofahrer bereit waren, in dem Stau und in der ordentlich gebildeten Rettungsgasse auszuharren. So nutzten einige dutzend Fahrzeuge die Gelegenheit, um verkehrt herum über eine Auffahrt zur B10 die Bundesstraße wieder zu verlassen. Dabei wendeten sie auf dem Standstreifen und blockierten teilweise die Rettungsgasse. Auf der Auffahrt bildete sich in entgegengesetzter Richtung ein langer Stau und hinderte andere Autofahrer daran, auf die B10 fahren zu können. Ebenso durchfuhr ein Autofahrer die Rettungsgasse, um dem Stau zu entgehen, und brachte somit den Verkehr erneut kurzzeitig zum Erliegen.

Das Wenden auf Autobahnen und Bundesstraßen sowie auf deren Auffahrten ist laut Straßenverkehrsordnung (StVO) strengstens verboten und wird mit Bußgeld und Punkten in Flensburg geahndet. Beim Durchfahren einer Rettungsgasse kann sogar ein Fahrverbot die Folge sein. Diese ist ausschließlich Einsatz- und Rettungskräften vorbehalten.