Schüsse in Göppingen: Zweiter Mann wegen Tat in der Papellallee angeklagt

Der Tatort in der Pappelalle in Göppingen. Bei einem Streit zwischen zwei Gruppen sind im Mai 2025 mehrere Schüsse gefallen, dabei wurde ein junger Mann schwer verletzt.
SDMG / Woelfl- Zweiter Tatverdächtiger angeklagt: Verdacht auf versuchten Totschlag in vier Fällen.
- Schüsse in der Göppinger Pappelallee fielen in der Nacht des 17. Mai des Vorjahres.
- Ein 24-Jähriger wurde lebensgefährlich verletzt – Rippenfraktur und Lungenverletzung.
- Laut Anklage hielt der Beschuldigte das Opfer fest und schoss später mit Tötungsabsicht.
- Der Mittäter wurde bereits zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gegen einen zur Tatzeit 34 Jahre alten türkischen Mann hat die Staatsanwaltschaft Ulm Anklage zur Schwurgerichtskammer des Landgerichts Ulm wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in vier Fällen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erhoben. Die Tat soll der Mann mit einer halbautomatischen Kurzwaffe begangen haben.
Laut der Anklage trafen sich der mutmaßliche Täter und ein anderer, ebenfalls 34-Jähriger, in der Nacht des 17. Mai des Vorjahres mit vier Männern in der Pappelallee in Göppingen. Dort soll der Mittäter im Rahmen einer Auseinandersetzung aus bislang ungeklärten Gründen auf einen 24-jährigen Kontrahenten geschossen und diesen lebensgefährlich verletzt haben. Währenddessen habe der hiesige Angeschuldigte das Opfer entsprechend des gemeinsamen Tatplans festgehalten. Das Opfer habe sich losreißen und zusammen mit drei Begleitern, jungen Männern im Alter zwischen 18 und 20 Jahren, fliehen können. Die Gruppe soll sich im hohen Gras neben der dortigen B10-Unterführung versteckt haben. Der Angeschuldigte und der Mittäter sollen sodann aus ihren jeweiligen Schusswaffen entsprechend des gemeinsamen Tatplans auf die jungen Männer in jeweiliger Tötungsabsicht weitergeschossen, aber nicht getroffen haben. Als der Angeschuldigte und der Mittäter erkannt haben, dass sie die Geschädigten nicht mehr finden würden, sind der Angeschuldigte und der Mittäter vom Tatort geflohen. Das 24-jährige Opfer wurde schwer verletzt, durch Rettungskräfte in eine Klinik gebracht und dort operiert. Der junge Mann erlitt eine Steckschussverletzung am linken Brustkorb, die eine Rippenfraktur und eine Lungenverletzung verursachte.
Der Angeschuldigte, der wegen Gewaltdelikten vorbestraft ist und unter offener Bewährung stand, machte von seinem Aussageverweigerungsrecht im Ermittlungsverfahren Gebrauch. Er befindet sich seit Ende Dezember 2025 in Untersuchungshaft, nachdem er im Ausland festgenommen worden war.
Der Mittäter, ein zur Tatzeit 34 Jahre alter Iraker, war Anfang März vom Ulmer Landgericht wegen versuchten Totschlags und schwerer Körperverletzung zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden.

