Schüsse in Göppingen
: 8,5 Jahre Haft für 35-jährigen Schützen

Der 35-Jährige muss ins Gefängnis, weil er im November in Göppingen versuchte, sein Opfer mit einer Maschinenpistole zu erschießen. Am Landgericht Ulm fiel am Dienstag das Urteil.
Von
dpa
Ulm
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Prozess wegen versuchten Mordes: 26.11.2025, Baden-Württemberg, Ulm: Justizbeamte führen im Landgericht einen Mann in den Schwurgerichtssaal. Der Angeklagte soll mit einer Maschinenpistole auf vier Männer geschossen haben. Einer von ihnen wurde lebensgefährlich verletzt. Dem Angeklagten wird versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und das Führen einer Kriegswaffe vorgeworfen. Foto: Stefan Puchner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein 35-Jähriger wurde nach Schüssen auf einen anderen Mann im November in Göppingen zu einer Haftstrafe verurteilt.

Stefan Puchner/dpa
  • Landgericht Ulm verurteilte 35-Jährigen zu 8,5 Jahren Haft.
  • Tat: Schüsse mit Maschinenpistole im November in Göppingen.
  • Opfer (24) in der Pappelallee schwer verletzt, Lunge getroffen.
  • Laut Anklage fielen 16 Schüsse; Flucht mit drei Begleitern gelang.
  • Urteil vom Dienstag (3. März) noch nicht rechtskräftig; Festnahme in Esslingen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wegen versuchten Totschlags und schwerer Körperverletzung mit einer Maschinenpistole ist ein 35-Jähriger vom Landgericht Ulm zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann im November in der Göppinger Pappelallee, nahe einer Asylunterkunft, einen 24-Jährigen mit einer Maschinenpistole schwer verletzte. Die Kugel traf den Mann in die Brust, durchschlug eine Rippe und verletzte die Lunge. Hintergrund soll ein Streit gewesen sein. Das Urteil, das am Dienstag (3. März) gefallen ist, ist noch nicht rechtskräftig.

Laut Anklage fielen 16 Schüsse

Obwohl schwer getroffen, gelang es dem 24-Jährigen zusammen mit drei Bekannten im Alter zwischen 18 und 20 Jahren zu fliehen. Der mutmaßliche Täter und ein Komplize, der fliehen konnte, sollen insgesamt 16 Schüsse auf die Gruppe abgegeben haben – sie jedoch nicht getroffen haben. Die vier jungen Männer versteckten sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft im hohen Gras an der B10, die Schützen brachen die Verfolgung ab.

Zehn Tage nach der Tat im vergangenen Mai nahmen Ermittler den Verdächtigen in Esslingen fest. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Laut Anklage war der Mann bereits mehrfach wegen Gewaltdelikten verurteilt und erst kurz vor der Tat aus dem Gefängnis entlassen worden. Angeklagt war er wegen versuchten Mordes.