Saxonia in Göppingen: Verhandlungen gescheitert: Beschäftigte stimmen zu hundert Prozent für Streik

Bei Saxonia steht ein Arbeitskampf an. Die Vehandlungen zwischen Gewerkschaft und Konzernleitung sind gescheitert, teilt die IG Metall mit.
Giacinto CarlucciIm Juni wurde den 92 Beschäftigten bei Saxonia Textile Parts in Göppingen mitgeteilt, dass der Kern–Liebers–Konzern den Standort schließen möchte. Auch die Saxonia Umformtechnik am selben Standort ist von den Auswirkungen betroffen, wenngleich die Konzernleitung betonte, dass die Umformtechnik „zum jetzigen Zeitpunkt unverändert fortgeführt“ werden soll. Doch die IG Metall sieht auch hier die Fertigung und somit 130 Arbeitsplätze als nicht gesichert an.
Am Freitag (29.9.23) teilt die IG Metall mit, dass die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und der Geschäftsführung der Saxonia Textile Parts in Göppingen über einen Sozialtarifvertrag gescheitert seien. Hundert Prozent der zur Urabstimmung aufgerufenen Mitglieder stimmten demnach für einen Arbeitskampf.
Streik bei Saxonia
„Die Konzernleitung hat das Alternativkonzept des Betriebsrats zum Erhalt des Standortes der Saxonia Textile Parts in Göppingen abgelehnt und auch die Verhandlungen zu einem Sozialtarifvertrag sind vergangen Dienstag gescheitert“, schreibt die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung am Freitag (29.09.23).
„Den Menschen bei Saxonia stinkt es“, so Manuel Schäfer von der IG Metall. „Anstatt ernsthaft über Alternativen zur Schließung mit dem Betriebsrat zu verhandeln oder ein angemessenes Abfindungspaket auf den Tisch zu legen, lässt der Arbeitgeber die Menschen hängen.“
„Den Menschen bei Saxonia stinkt es“
Das Ergebnis sei klar: Die Menschen seien bereit zu kämpfen. Nächste Woche wird erst ab Mittwoch gearbeitet und es finden Verhandlungen mit dem Betriebsrat zum Interessenausgleich und Sozialplan statt. „Wenn sich der Arbeitgeber da nicht bewegt, muss er mit Streikaktionen der Beschäftigten rechnen“, heißt es weiter in der Mitteilung.

