„Grandioser Ausblick, herrlicher Sonnenschein, freundliche Bedienung und gutes Essen – was will man mehr, ich komme wieder.“ So beschreibt ein ehemaliger Gast seinen Besuch beim Hotel-Restaurant Honey-Do in Hohenstaufen. Es ist eines von vielen Testimonials, die nach wie vor auf der Homepage des Lokals stehen und dort weiter die gute Küche loben, die aber bereits seit Monaten kalt bleibt. Wie berichtet zwang akuter Personalmangel die Betreiberfamilie Schießl-Maier bereits in der Weihnachtszeit 2016 dazu, das Restaurant zu schließen. Das ist nun bald elf Monate her und diverse Feiertage stehen vor der Tür.
Warum sich der Personalmangel so verschärft hatte, wollten die Betreiber auf mehrfache Nachfrage bereits im Januar dieses Jahres nicht erklären. Nachdem die Öffentlichkeit eigentlich Ende Januar erfahren sollte, wie es mit dem Lokal weitergeht, teilte stattdessen im März auf Nachfrage unserer Redaktion Thomas Maier mit, dass die Suche nach einem geeigneten Pächter weiter ging. Was daraus wurde, ob es Interessenten gab und ob das Restaurant je wieder öffnen soll, wollten die Betreiber auch jetzt auf mehrfache schriftliche Nachfrage nicht kommentieren. Unter der Telefonnummer des Restaurants läuft nur eine Bandansage. Susanne Schießl-Maier antwortete knapp per Mail: „Sobald es Neuigkeiten gibt, lassen wir es Sie wissen.“
Stellenangebote sind verschwunden
Auffällig ist, dass die ursprünglich zu besetzenden Stellen nicht mehr auf der Homepage des Honey Do ausgeschrieben sind. Und auch in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit sind keine Stellenausschreibungen mehr unter dem Namen des Restaurants zu finden. Das war im Januar noch anders. Gesucht wurden ein Koch, Demichef de Partie, Commis de Cuisine, Restaurantfachmann, Chef de Partie und Chef de Rang. Interessenten konnten sich auf der Honey-Do Seite direkt bewerben. Geboten wurde eine „leistungsgerechte Bezahlung“ und ein gesicherter Ganzjahresbetrieb an fünf Tagen die Woche“. Das alles ist jetzt verschwunden.
Trotzdem sprechen die Betreiber auf der telefonischen Bandansage und auf ihrer Homepage trotz monatelangem Stillstand weiterhin von einer „vorläufigen Schließung“. Im Restaurantbereich der Webseite werden unverändert die „köstlichen Speisen“ und die „täglich frischen hausgemachten Kuchen und Torten“ angepriesen, als ob die Schließung gerade eben erst passiert wäre.

Geschichte des Honey-Do

Seit 1972 ist das Honey-Do im Besitz der Familie Schießl. Helmut Schießl war Koch, Bäcker und Konditor, aber auch Architekt und Bauherr. Seit 1999 ist das Haus im Besitz der Familie Schießl-Maier, die es unter neuer Regie weiterführt.
Quelle: Homepage.