Prozess wegen Totschlags in Göppingen
: Opfer mit Messerstichen in die Brust getötet

In Ulm beginnt der Prozess gegen einen 34-jährigen Angeklagten. Der Mann soll in seiner Wohnung im Streit mit einem Messer mehrfach auf sein Opfer eingestochen haben. Den blutüberströmten Mann habe er dann auf dem Gehweg abgelegt.
Von
Birgit Rexer
Göppingen
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Goeppingen: Messerattacke endet toedlich: Am Montagabend, gegen 22 Uhr kam es in Goeppingen in der Hohenstaufenstrasse zu einem toedlichen Angriff. Eine Person wurde bei einem Messerangriff so schwer verletzt, dass diese noch an Ort und Stelle im Rettungswagen verstarb. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort und riegelte den Tatort weitraeumig ab. Mehrere Mannschaftswagen nahmen entlang der Hohenstaufenstrasse Stellung, zig Beamte durchkaemmten das Gebiet nach dem Angreifer. Bisher ist noch nicht bekannt, ob dieser gestellt werden konnte oder noch fluechtig ist. Die Kriminalpolizei nimmt am Tatort die Spurensicherung auf. Scheinbar versuchte das Opfer seinem Angreifer zu entkommen. Die Person floh augenscheinlich aus einem Haus an der Kreuzung zur Barbarossastrasse zu fliehen, bevor es auf der Strasse zusammen brach.

Der Tatort der tödlichen Messerattacke Mitte November 2024 in Göppingen. Die Rettungskräfte konnten dem schwerverletzten Opfer nicht mehr helfen.

SDMG / Kern
  • Prozess wegen Totschlags in Ulm: Angeklagter soll Opfer in Göppingen mit Messer getötet haben.
  • Tat geschah im November 2024: Angeklagter und Opfer stritten nach gemeinsamem Alkoholkonsum.
  • 34-Jähriger soll tödlich verletztes Opfer auf Gehweg abgelegt haben, um Tat zu verschleiern.
  • Partnerin des Angeklagten soll Spuren in Wohnung beseitigt haben – separater Prozess geplant.
  • Urteil im Totschlagsprozess gegen den 34-Jährigen wird am 24. November erwartet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Tat, wegen der sich ein 34-Jähriger ab Freitag, 31. Oktober, wegen Totschlags vor dem Landgericht Ulm verantworten muss, hat im November des vergangenen Jahres für großes Aufsehen in Göppingen gesorgt. Laut der Anklageschrift habe sich der angeschuldigte vietnamesische Staatsangehörige am 11. November 2024 zusammen mit seiner Partnerin und dem später Getöteten, einem 43-jährigen Vietnamesen, in seiner Wohnung in Göppingen aufgehalten. Die drei sollen gemeinsam getrunken haben. Die zunächst friedliche Stimmung sei dann gekippt und der 34-Jährige habe im Streit mit einem Messer mehrfach auf sein Opfer eingestochen und ihm dabei auch lebensgefährliche Verletzungen im Brustbereich zugefügt, schreibt die Ulmer Staatsanwaltschaft. Als der Angeklagte erkannt habe, dass der Geschädigte tödlich verletzt gewesen sei, habe er beschlossen, die Tat zu verdecken.

Angeklagter schweigt zu den Vorwürfen

Seine Partnerin, eine 33 Jahre alte Vietnamesin, soll er angewiesen haben, die Spuren der Auseinandersetzung in ihrer gemeinsamen Wohnung zu beseitigen, während er das Opfer aus der Wohnung bringen und auf der Straße ablegen wollte. „Er habe dadurch vortäuschen wollen, dass er selbst den Geschädigten zufällig auf der Straße entdeckt habe“, beschreibt die Staatsanwaltschaft. Gegen die 33-Jähriger wird bei einem anderen Prozess Anklage erhoben. Die wenige Minuten später am Tatort in Göppingen eingetroffenen Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des 43-Jährigen feststellen.

Rechtlich wertet die Anklagebehörde das Verhalten des Angeschuldigten als Totschlag. Er selbst schweigt bislang zu dem Tatvorwurf. Der Tatverdächtige befindet sich in Untersuchungshaft. Im Falle einer Verurteilung wegen Totschlags droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren.

Insgesamt sind für den Prozess vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Ulm vier Verhandlungstermine geplant. Mit dem Urteil wird am Montag, 24. November, gerechnet.