Polizeikontrollen zum Schulanfang
: Polizei enthüllt: Größte Gefahr für Kinder im Verkehr sind die eigenen Eltern

Das Polizeipräsidium Ulm ist im Einsatz für die Sicherheit der Schüler und deckt bei Kontrollen hunderte Verstöße auf. Knapp 100 Fälle im Kreis Göppingen.
Von
SWP
Kreis Göppingen
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Polizeikontrolle an der Schule: Polizeikontrolle an der Schule Polizeikontrolle an der Oberschule Am Merzdorfer Park in Riesa Eine Polizisten gibt das Zeichen zum Anhalten mit der erhobenen Kelle an einen Verkehrsteilnehmer Riesa Sachsen Deutschland Daniel Wagner

Polizeikontrolle an der Schule: Im Kreis Göppingen werden annähernd 100 Verstöße aufgedeckt.

IMAGO/Daniel Wagner
  • Polizeikontrollen zum Schulanfang: 306 Verstöße in der Region Ulm festgestellt.
  • Kreis Göppingen mit 96 Verstößen führend, darunter 22 Fahrer ohne Gurt und 11 unsicher gesicherte Kinder.
  • Häufige Verstöße: Telefonieren am Steuer, Falschparken auf Gehwegen, zu schnelles Fahren.
  • Polizei warnt: Kinder brauchen passende Sitze – Gurte allein sind nicht ausreichend.
  • Mehrheit der Verkehrsteilnehmer verhält sich verantwortungsbewusst, lobt die Polizei.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Polizei hat seit Schulbeginn in der Region hunderte Verstöße im Straßenverkehr registriert, darunter allein 96 im Kreis Göppingen – mehr als in jedem anderen der Kreise, die zur Zuständigkeit des Polizeipräsidiums Ulm gehören. Neben Göppingen sind das der Alb-Donau-Kreis, Heidenheim und Biberach.

306 Mal eingeschritten

Hunderte Polizisten und Polizistinnen sind seit Schulbeginn für die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler im Einsatz gewesen, teilt das Präsidium mit. Sie nahmen seit Schulbeginn rund 300 Kontrollaktionen im Zusammenhang mit der Überwachung der Schulwege vor. Dabei mussten die Beamten insgesamt 306 Mal einschreiten, weil Verkehrsteilnehmer ihre eigene oder die Sicherheit anderer Menschen aufs Spiel setzten.

In den meisten Fällen waren Eltern von Schülern die Delinquenten. Denn in 70 Fällen legten sie den eigenen Sicherheitsgurt nicht an und in 44 Fällen sicherten sie ihre Kinder gar nicht oder nicht richtig. Nur der Gurt allein reicht aber nicht, betont das Polizeipräsidium in seiner Mitteilung: Gurte schützen nur mangelhaft, wenn Kinder zu klein sind. Deshalb brauchen Kinder für ihre Sicherheit den passenden Sitz oder die passende Sitzerhöhung.

Viele parken einfach auf dem Gehweg

25 Mal gefährdeten Autofahrer die Sicherheit, weil sie während der Fahrt illegal telefonierten. In 137 weiteren Fällen musste die Polizei einschreiten, darunter 53 Mal wegen falschen Haltens und Parkens an Überwegen und auf Gehwegen, 14 Mal wegen falschen Verhaltens am Fußgängerüberweg und sechsmal wegen zu schnellen Fahrens.

Auch mussten die Polizisten und Polizistinnen von acht Radlern und Radlerinnen den Zustand der Fahrräder bemängeln, 16 Radfahrer trugen keinen Helm. Trotz aller Beanstandungen hat die Polizei auch ein Lob parat: Denn die allermeisten Verkehrsteilnehmer verhielten sich richtig und damit verantwortungs- und sicherheitsbewusst.

Die Gesamtzahl der im Kreis Göppingen festgestellten Verstöße lag bei 96. Davon waren 22 Fahrer ohne Sicherheitsgurt unterwegs. Elf Verkehrsteilnehmer hatten ihre Kinder nicht oder nicht richtig gesichert. Acht Autofahrer telefonierten am Steuer, weitere acht verhielten sich falsch durch verbotenes Halten oder Parken an Überwegen und auf Gehwegen. 29 Personen wurden bei sonstigen kleineren Fehlverhalten im Straßenverkehr auffällig, ein Autofahrer war zu schnell unterwegs.