Nachtwächterführung: Die Wirtshäuser im alten Ebersbach

Uwe Geiger im historischen Gewand: Die Nachtwächterführung stieß auf großes Interesse.
Georg Maier- Nachtwächterführung in Ebersbach zog rund 80 Teilnehmende an – großes Interesse an Geschichte.
- Fokus lag auf historischen Wirtshäusern, darunter die älteste Taverne (1400) in der Leintelstraße.
- 1913 existierten 22 Wirtschaften in Ebersbach – Marktrecht und Filstalstraße belebten die Gastronomie.
- Der berühmte „Sonnenwirtle“, Wirtssohn und Räuberhauptmann, wurde thematisiert.
- Führung endete nach 90 Minuten am Stadtmuseum Alte Post – dort mehr Infos zur Stadtgeschichte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
So groß war das Interesse an der Nachtwächterführung vom Ebersbacher Stadtarchivar Uwe Geiger, dass es schon eine Herausforderung war, die Gruppe sicher durch die Stadt zu geleiten. Um die 80 Leute waren es, die von Uwe Geiger erfahren wollten, wie's früher war in Ebersbach. „Ein überwältigendes Echo“, freut sich die Stadt in einer Pressemitteilung. Und diesmal standen Wirtshäuser im Mittelpunkt.
Alte Wirtshäuser in Ebersbach: „Früher hat's in Ebersbach einen Haufen Boiza gegeben“, hat mal der verstorbene Alt-Stadtrat Heinz Weigele aus Bünzwangen gesagt. Wohl wahr. Start durch das abendliche Ebersbach war um 18 Uhr am Stadtmuseum Alte Post. Zunächst ging's den kurzen Weg die Hohe Gasse hoch zur Veitskirche. Dort auf dem Friedhof stehen noch einige ältere Gräber von Gastwirtsfamilien, wie das der Familie Baumann, der das Rößle am Marktplatz gehört hatte. Im Kirchberg, dem historischen Viertel rund um die Veitskirche, hatten viele Wirtschaften, die sich unten im Ort befanden, einen Keller, weil das Viertel sicher vor Hochwasser der Fils ist.
Die älteste bekannte Wirtschaft lag in der Leintelstraße
Der älteste Nachweis einer Wirtschaft in Ebersbach stammt aus dem Jahr 1400. Damals lag die Taverne in der Leintelstraße nahe am Ebersbach. Die Betreiberin der Taverne hieß Sybille Besserer. Heute ist an dieser Stelle ein großer Parkplatz.
22 Wirtschaften gab es im Jahr 1913 in Ebersbach, kleinere Bäckerschenken und echte Schildwirtschaften mit einem Saal. Die enorm hohe Zahl an Wirtschaften ist unter anderem mit dem Marktrecht und der Lage an der viel befahrenen Filstalstraße zu begründen. So spielte sich um 1913 auch ein Teil des gesellschaftlichen Lebens in den Räumen der Wirtschaften ab.
Natürlich wurde auch dem berühmtesten Wirtssohn der Stadt gedacht: dem sogenannten Sonnenwirtle. Mehr über sein Leben als Wirtssohn und Räuberhauptmann, sowie seine Hinrichtung kann man im Stadtmuseum Alte Post erfahren. Nach fast eineinhalb Stunden war die Führung zu Ende und der Nachtwächter konnte das Licht seiner Laterne löschen.
