Lebensmittelüberwachung in Süßen: Schmeißfliegen auf dem Sushi gefallen den Kontrolleuren gar nicht

Dieser Sushi sieht gut aus, wenn man denn rohen Fisch mag. In Süßen hingegen nahm es ein Sushi-Lieferdienst nicht so genau mit der Hygiene.
Andrea Warnecke/dpa- Lebensmittelüberwachung schließt „Sushi Palace“ in Süßen nach Beschwerde wegen Hygienemängeln.
- Kontrolleure fanden stark verunreinigte Küche und Geräte – Sushi berührte verfärbtes Schneidebrett.
- Massiver Befall durch Frucht- und Schmeißfliegen – offen gelagerte Lebensmittel als ungeeignet eingestuft.
- Unsichere Waren wurden entsorgt, der Betrieb kooperierte und wurde vorläufig geschlossen.
- Zuvor wurde auch die Pizzeria Alte Station in Rechberghausen wegen Mängeln vorübergehend geschlossen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nachdem am 25. August ein Liefer- und Abholservice im Mittleren Filstal wegen eklatanter Hygienemängel und Fliegenbefalls von der Lebensmittelüberwachung umgehend geschlossen worden war, hat die Behörde jetzt den Namen des Betriebs im Internet veröffentlicht. Demnach handelt es sich um den „Sushi Palace“ in Süßen.
Nach Beschwerde aktiv geworden
Der Gastronomiebetrieb sei anlässlich einer Beschwerde durch die Lebensmittelüberwachung überprüft worden. „Dabei wurden zahlreiche und erhebliche Hygienemängel mit Gesundheitsrisiken festgestellt“, schreiben die Lebensmittelkontrolleure. Die Küche und verschiedene Arbeitsgeräte wie beispielsweise Schneidebretter, Mikrowelle und Behältnisse seien stark verunreinigt gewesen.
Dazu heißt es weiter in dem Bericht: „Dabei war erkennbar, dass das fertig zubereitete Sushi mit dem verfärbten Schneidebrett in Berührung kommt. Zudem war im Betrieb ein massiver Befall durch Frucht- und Schmeißfliegen gegeben.“ Deshalb handelte die Untere Lebensmittelüberwachungsbehörde des Landkreises rasch: „Die unter diesen Umständen offen vorgefundenen Lebensmittel, wie zum Beispiel geschnittener Fisch, Salate und Obst sowie bereits verzehrsfertige To-Go-Boxen wurden als nicht zum menschlichen Verzehr geeignet eingestuft.“ Bereits zum Zeitpunkt der Kontrolle habe sich der Sushi Palace kooperationsbereit gezeigt. „Die Entsorgung der unsicheren Lebensmittel wurde überwacht. Der Betrieb wurde vorläufig geschlossen“, teilt die Behörde mit.
Erst vor wenigen Tagen hatten Kontrolleure den Namen eines weiteren Gastro-Betriebs veröffentlicht, der wegen Hygienemängeln vorübergehend geschlossen wurde: Es handelte sich um die Pizzeria Alte Station in Rechberghausen. „Bei der Kontrolle wurden insgesamt etwa zwölf, teilweise erhebliche Mängel im Bereich der Betriebshygiene festgestellt“, schrieb die Untere Lebensmittelüberwachungsbehörde. Und weiter: „Im Pizzabereich wurden Schadnagerexkremente festgestellt, unter anderem auf einem Handtuch, auf dem eine elektrische Reibe für zum Beispiel Käse abgestellt war, in Randbereichen sowie auf Tellern.“ Als Schadnager werden gemeinhin Ratten und Mäuse angesehen. Die Küche habe insbesondere in den Rand- und Bodenbereichen erhebliche Verunreinigungen und ebenfalls Kot von Ratten oder Mäusen aufgewiesen. „Der Betrieb hat kooperiert und es wurde umgehend mit Umbau- sowie Renovierungsarbeiten begonnen“, heißt es in dem Bericht.

