Lebensmittelkontrolle Kreis Göppingen: Prüfer stoßen in Bäckerei-Imbiss auf Schaben und Kot von Nagern

Auf Kakerlaken sind Lebensmittelprüfer bei einem Bäckerei-Imbiss in Holzheim gestoßen.
Stephanie Pilick/dpa- Lebensmittelkontrolle schließt „Germania Bäckerei & Grill“ in Göppingen wegen 50 Hygienemängeln.
- Verdorbene Lebensmittel und abgelaufene Produkte entdeckt, z. B. Fleisch, Käse und Garnelen.
- Schaben, Schadnagerkot und kontaminierte Geräte in Produktionsräumen festgestellt.
- Betrieb wurde am 1. Juli 2025 vorübergehend geschlossen, nach Nachbesserung wieder geöffnet.
- Behörde überwachte Entsorgung unsicherer Lebensmittel, Mängelbeseitigung weit fortgeschritten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wegen gravierender Hygienemängel hatte die Lebensmittelüberwachung des Landratsamts am 1. Juli 2025 einen Bäckerei-/Imbissbetrieb im Raum Göppingen vorläufig geschlossen, wie die Behörde am selben Tag in einer Pressemitteilung berichtete. Nach dem Ablauf entsprechender Fristen wurde nun auch der Name des Unternehmens im Internet veröffentlicht, der Laden war einige Tage geschlossen.
„Eindeutig erkennbar anhand von Geruch“
Rund 50 und teils erhebliche Hygienemängel wurden nach dem nun im Internet veröffentlichten Bericht bei „Germania Bäckerei & Grill“ im Göppinger Stadtteil Holzheim festgestellt. Die Prüfer schreiben: „Verschiedene Lebensmittel, wie zum Beispiel Fleisch, Thunfisch, Wurstaufschnitt, Käse, Joghurt und Silberzwiebeln in einer Lake waren verdorben, eindeutig erkennbar anhand von Geruch, verschimmelten beziehungsweise angetrockneten Oberflächen und Verfärbungen.“ Frisches Hackfleisch mit Einkaufsdatum vom 25. Juni 2025 sei unverarbeitet in der Kühleinrichtung aufbewahrt worden.
Bei Garnelen, Zucchinischeiben und Schmand in Fertigpackungen waren die Mindesthaltbarkeitsdaten um mehrere Wochen und teils Monate abgelaufen. „In einem Wurstfülltrichter zur Herstellung von Hackfleischröllchen befand sich noch altes verfärbtes Hackfleisch“, bemängeln die Lebensmittelkontrolleure. „Dabei war erkennbar, dass das kontaminierte Arbeitsgerät mit frischen Lebensmitteln bei der Zubereitung in Berührung kommt.“ Schaben wurden im Gärraum und im Lagerbereich vorgefunden. Auch stießen die Prüfer auf Hinterlassenschaften von Ratten oder Mäusen: „Schadnagerkot wurde vorgefunden und Gestank war gegeben.“ Die Konsequenz: „Der Betrieb wurde vorläufig geschlossen.“
Bei Nachkontrollen am 2. und 4. Juli 2025 sei „die Mängelbeseitigung weit fortgeschritten“ gewesen. Der Betrieb konnte wiedereröffnen. Die Entsorgung der unsicheren Lebensmittel wurde von der Behörde überwacht.

