Lebensmittelkontrolle im Kreis Göppingen: Pizza-Lieferdienst mit Tiefkühlschnitzeln im Heizungskeller wird geschlossen

Diese Schnitzel sehen lecker aus – mit ziemlicher Sicherheit besser als jene, die in Gruibingen im Heizungsraum eines Pizza-Lieferdiensts aufbewahrt wurden.
Christin Klose/dpa- Pizza-Lieferdienst „Milano Night Pizza“ in Gruibingen wurde wegen Hygienemängeln geschlossen.
- 23 Verstöße festgestellt: rohes Geflügelfleisch, Heizungsraum als Lager, Schadnagerkot.
- Bei Nachkontrolle waren Mängel beseitigt, Betrieb durfte wieder öffnen.
- Überlagerte Lebensmittel und verunreinigte Arbeitsflächen in der Küche entdeckt.
- Lebensmittel wurden entsorgt, Betrieb vorläufig geschlossen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Weil unter anderem teils rohes, paniertes Geflügelfleisch verkauft wurde, hat die untere Lebensmittelüberwachungsbehörde im Landkreis Göppingen bereits am 24. Oktober den Lieferdienst „Milano Night Pizza“ in Gruibingen vorübergehend geschlossen. Bei der Nachkontrolle am 25. Oktober seien die Hygienemängel „im Wesentlichen beseitigt“ gewesen und das Unternehmen konnte wieder öffnen, heißt es auf der Homepage der Kontrolleure. Der Fall wurde von der Behörde jetzt unter Wahrung der vorgeschriebenen Fristen veröffentlicht.
23 Verstöße festgestellt
„Das Lebensmittelunternehmen hat paniertes Geflügelfleisch mit noch rohen Bestandteilen und entsprechend vermeidbaren Gesundheitsrisiken an die Verbraucher abgegeben“, heißt es in dem Dienstag, 19. November, veröffentlichten Bericht. Bei der Kontrolle seien „größenordnungsmäßig 23 und davon überwiegend erhebliche Hygieneverstöße festgestellt“ worden.
Was die Prüfer besonders störte: „Insbesondere wurde in einem Heizungsraum Teig hergestellt. Zudem befanden sich dort Tiefkühl-Schnitzel, -Patties und nicht gefrorene Hähnchenschenkel teilweise offen im Raum mit Heizölgeruch.“ Zudem seien dort erhebliche Mengen Schadnagerkot, also Kot von Ratten oder Mäusen, gefunden worden.
Teig und Lebensmittel entsorgt
Doch damit nicht genug: „In der Küche waren Champignons, Tomatensoße und Zwiebeln angetrocknet beziehungsweise überlagert. Insbesondere die Pizzastation und die Arbeitsfläche im Bereich der Fritteuse waren durch alte Lebensmittelreste verunreinigt“, schreiben die Mitarbeiter des Veterinäramts, bei dem die Lebensmittelüberwachung angesiedelt ist. Und weiter: „Die als nicht sicher eingestuften Lebensmittel in Form von zirka sechs Kilogramm Pizzateig und 20 Kilogramm vorerwähnter Lebensmittel wurden unter behördlicher Überwachung entsorgt.“ Der Betrieb wurde umgehend vorläufig geschlossen.
Erst Ende September hatten die Kontrolleure ein Restaurant in Bezgenriet vorübergehend geschlossen, auch dort waren sie auf Kot von Nagetieren gestoßen.

