Lebensmittelkontrolle Kreis Göppingen: Lebensmittel zwischen Klamotten und gelben Säcken – Behörde schließt Laden

Diese Heringe sind frisch – doch was Lebensmittelkontrolleure im Lautertal an getrockneten Fischprodukten fanden, war nicht zum Verzehr geeignet (Symbolbild).
Stefan Sauer/dpa- Ein Geschäft im Lautertal wurde am 12.12.2024 wegen illegaler Lebensmittelimporte geschlossen.
- 187 kg illegal eingeführter Lebensmittel wurden vernichtet.
- Hygienemängel und fehlende Kennzeichnungen führten zur Schließung.
- Verfahren gegen das Unternehmen wurde eingeleitet.
- Produkte kamen ohne Einfuhrdokumente in die EU.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Lebensmittelüberwachung des Landratsamts Göppingen hat am Donnerstagvormittag, 12.12.2024, ein Einzelhandelsgeschäft im Lautertal geschlossen. „Illegal in die EU eingeführte Lebensmittel wurden aus dem Verkehr genommen“, teilt die Behörde mit.
187 Kilogramm Lebensmittel vernichtet
Durch die Zoll- und benachbarte Lebensmittelüberwachungsbehörden waren die Göppinger Kontrolleure über einen Versuch einer illegalen Einfuhr von tierischen Lebensmitteln ohne Gesundheitseingangsdokumente in die EU informiert worden. Dabei mussten 187 Kilogramm Lebensmittel mangels Einfuhrfähigkeit vernichtet werden, heißt es in der Mitteilung. Am Donnerstag wurde das Lebensmittelunternehmen im Lautertal dann durch die Lebensmittelkontrolleure und Vollzugspersonal des Landratsamts überprüft.
Bei der Kontrolle sei festgestellt worden, dass keiner der Betriebsräume in einem Wohnhaus die hygienischen Anforderungen für einen Umgang mit Lebensmitteln erfüllt habe. „Im Verarbeitungsbereich waren weder Handwasch- noch Spülvorrichtungen gegeben. Infolge des Zustands des Gebäudes, herumliegender Kleidungsstücke, gelber Säcke und Ähnlichem herrschte ein muffiger Geruch, vermischt mit Lebensmittelgerüchen, vor. Lebensmittel in Fertigpackungen wiesen gemäß Stichproben keine Kennzeichnung in deutscher oder einer leicht verständlichen Sprache auf“, bemängelt die Behörde. In mehreren Klarsichtboxen hätten sich Bohnen, Samen und diverse getrocknete Lebensmittel tierischer Herkunft befunden. Diese Erzeugnisse hätten überhaupt keine Kennzeichnungen aufgewiesen.
Getrocknete Rinderhaut
„Nach den Angaben der Unternehmerin handelte es sich vorwiegend um getrocknete Fischerzeugnisse und Rinderhaut. Die Lebensmittel wurden demnach außerhalb der EU hergestellt, rechtswidrig privat eingeführt und waren für die Zubereitung vor Ort und die anschließende Abgabe an Verbraucher vorgesehen. Somit wurden die für Lebensmittel vorgeschriebenen Einfuhrkontrollen in die EU sowie die Gesundheitseingangsdokumente umgangen“, stellt das Landratsamt fest.
Demzufolge und wegen der Hygienemängel vor Ort wurden die offenen Lebensmittel als für den menschlichen Verzehr ungeeignet beurteilt und beschlagnahmt. Die vorläufige Schließung des Unternehmens wurde angeordnet, zudem wird Anzeige erstattet. Ein Verfahren zur Veröffentlichung der Verstöße unter Benennung des Lebensmittelunternehmens wurde ebenso eingeleitet.

