Kontrollen in Göppinger Gastronomie
: Zoll wird in Kneipen und Restaurants fündig

Kontrollaktion gegen Menschenhandel und Ausbeutung: Zoll deckt Missstände bei Mindestlohn, Arbeitszeit, illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit auf.
Von
SWP
Göppingen/Friedrichshafen
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Zoll überprüft Gastronomiebetriebe in Göppingen

Der Zoll überprüft Gastronomiebetriebe in Göppingen und Friedrichshafen.

Zoll / Andreas Scholz GS
  • Zoll kontrolliert Gastronomiebetriebe in Göppingen und Friedrichshafen – Fokus auf Schwarzarbeit und Ausbeutung.
  • 37 Beschäftigte in Göppingen geprüft: 2 Fälle von Schwarzarbeit, fehlende Ausweise und Arbeitszeit-Aufzeichnungen.
  • In Friedrichshafen 33 Personen befragt: 5 illegale Aufenthalte, 1 Schwarzarbeiter, Verstöße gegen Mindestlohn.
  • Überregionale Aktion: 22 illegal Beschäftigte und 15 ohne Sozialbeiträge, 5 Personen flüchteten kurzzeitig.
  • Ermittlungen zu Arbeitszeit-Aufzeichnungen und Mindestlohn-Verstößen laufen weiter.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Rahmen einer europaweiten Kontrollaktion gegen Menschenhandel und Ausbeutung von Arbeitskräften haben Zollbeamte in Göppingen und Friedrichshafen in der Woche vom 22. bis 26.9.2025 Gastronomiebetriebe überprüft. Dabei wurden mehrere Fälle von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung aufgedeckt, berichtet das Hauptzollamt Ulm in einer Pressemitteilung.

Keine Aufzeichnungen zur Arbeitszeit

In Göppingen war die Finanzkontrolle Schwarzarbeit mit Polizei und Ordnungsbehörden unterwegs und kontrollierte 37 Arbeitnehmer. Einer von ihnen war illegal beschäftigt, mehrere hatten keine Ausweise dabei und zwei arbeiteten schwarz. In zwei Betrieben gab es keine Aufzeichnungen zur Arbeitszeit, weshalb die Zöllner nun im Hinblick auf Zahlung des Mindestlohns weiter ermitteln.

In Friedrichshafen befragten die Schwarzarbeits-Ermittler des Zolls 33 Beschäftigte in sieben Betrieben und stießen dabei auf fünf Personen, die sich illegal in Deutschland aufhielten. Mindestens eine Person war schwarz beschäftigt und es gab mehrere Hinweise auf Mindestlohnunterschreitung. In einem Betrieb wurden gar keine Aufzeichnungen zur Arbeitszeit geführt.

Bereits am 19.9.2025 hatten Einsatzkräfte von Zoll und Polizei zahlreiche Gastronomiebetriebe von der Ostalb bis zum Bodensee überprüft und 22 illegal beschäftigte Arbeitnehmer sowie 15 Personen ermittelt, für die keine Sozialbeiträge bezahlt wurden. In einigen Fällen war Identität und Wohnort der Angestellten unklar. Fünf Arbeitnehmer ergriffen spontan die Flucht, konnten aber festgesetzt werden.