Hochwasser im Kreis Göppingen: Feuerwehr rückt mit 1400 Rettern zu 600 Einsatzstellen aus

Die Unwetter am Wochenende sorgten für Dauereinsätze der Feuerwehren im Kreis Göppingen.
SDMGNach dem Hochwasser zieht Kreisbrandmeister Michael Reick Bilanz, auch wenn für die Feuerwehren die Arbeit noch immer nicht erledigt ist. „Mancherorts laufen noch die Pumpen, an anderen Stellen werden noch in Betrieb befindliche Pumpen wieder abgeholt,“ sagt Reick. Immer wieder kämen neue Einsatzstellen hinzu. „Dies liegt zum Beispiel an Sichtungen von Heizöl sowie an Meldungen über Personen, die bei Aufräumarbeiten in Gefahr geraten.“ Die Einsatzbereitschaft sei aber nahezu überall wiederhergestellt, Fahrzeuge und die eingesetzte Ausrüstung würden gereinigt und teilweise würden auch Reparaturen vorgenommen.
36 Gemeindefeuerwehren im Einsatz
Aus dem Feuerwehr-Führungsstab hat der Kreisbrandmeister interessante Zahlen mitgebracht: Von Freitag, 31. Mai, 12 Uhr, bis Mittwoch, 5. Juni, 12 Uhr, waren demnach 36 Gemeindefeuerwehren und zwei Werkfeuerwehren im Einsatz – entweder im eigenen Gebiet oder zur Überlandhilfe in anderen Städten und Gemeinden. Insgesamt waren 1400 Einsatzkräfte der Feuerwehren des Landkreises beschäftigt, sie wurden direkt unterstützt durch rund 160 in die Feuerwehrarbeit integrierte Helfer.
Für so viele Helfer braucht es auch Transportmittel: 170 Feuerwehrfahrzeuge aus dem Kreis sowie 30 weitere aus den benachbarten Landkreisen Esslingen, Alb-Donau, Heidenheim und der Stadt Stuttgart bekämpften die Folgen der heftigen Niederschläge. Hinzu kamen rund 100 Fahrzeuge von Bauhöfen und Firmen sowie Dutzende Traktoren von Landwirten.
Damit nicht genug: Auch Spezialkräfte wie Strömungsretter der Feuerwehr Stuttgart, Spezialisten mit Booten von Feuerwehr und Polizei sowie Retter mit Drohnen zur Lageerkundung waren genauso im Einsatz wie rund 300 Kräfte des THW mit rund 40 Fahrzeugen, angerückt in 30 Trupps und Gruppen aus den Ortsverbänden Aalen, Böblingen, Calw, Ellwangen, Geislingen, Göppingen, Gruibingen, Hechingen, Heidenheim, Horb, Kirchheim unter Teck, Leonberg, Neuhausen, Ostfildern, Pforzheim, Schorndorf, Schwäbisch Gmünd und Stuttgart. Hinzu kamen rund 50 Einsatzkräfte des DRK und der Malteser in den Betreuungseinheiten.
Auch Nachbarschaftshilfe geleistet
An rund 600 Einsatzstellen waren die Helfer unterwegs, Stellen mit reiner Erkundung wurden da noch gar nicht mitgezählt. Der Feuerwehr-Führungsstab war über vier Tage hinweg personell besetzt mit bis zu 15 Kräften der Feuerwehr, 5 Verbindungspersonen und bis zu 15 Personen des THW. „Die darüber hinaus umfangreiche Nachbarschaftshilfe ist in den vorstehenden Zahlen nicht enthalten und wurde an vielen Stellen in erheblichem Umfang beobachtet“, erläutert Reick.

