Haushalt Kreis Göppingen: Woche der Wahrheit: In Ausschüssen wird um die Kürzungen gerungen

Am Ende entscheidet der Kreistag, doch in der Woche vom 24. bis 28. November 2025 beraten die vier Fachausschüsse den Sparhaushalt von Landrat Markus Möller.
Giacinto Carlucci- Im Kreis Göppingen wird vom 24. bis 28. November 2025 über den Sparhaushalt beraten.
- Vier Ausschüsse diskutieren öffentliche Kürzungen, darunter Schulsozialarbeit und Suchtberatung.
- Die Verwaltung lehnt alle 44 Anträge der Fraktionen zu Kürzungsstreichungen ab.
- Ein mobiler Blitzer-Anhänger soll ab 2027 jährlich 450.000 Euro einbringen – kontroverse Diskussion.
- Die finanzielle Lage verschärft sich, u. a. durch Klinik-Verluste von 2,2 Millionen Euro im nächsten Jahr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Langsam biegen die Diskussionen um den Sparhaushalt 2026 des Landkreises auf die Zielgerade ein. Doch bevor der Kreistag am 12. Dezember entscheidet, tagen noch die vier Fachausschüsse und diskutieren die Details des Entwurfs und der Sparliste von Landrat Markus Möller. Die öffentlichen Sitzungen finden alle im Landratsamt in der Woche von 24. bis 28. November 2025 statt.
Schulsozialarbeit weiter bezuschussen?
Um 13 Uhr am Montag beginnt die Sitzung des Jugendhilfeausschusses im großen Sitzungssaal, dem Hohenstaufen-Saal. Gleich als erster Tagesordnungspunkt sind zwei Stunden Diskussion über den Haushalt und entsprechende Anträge angesetzt. So beantragen beispielsweise SPD und Grüne, dass die Schulsozialarbeit in den Kommunen weiterhin bezuschusst wird. Die CDU drängt – wie auch SPD und Grüne – darauf, den Zuschuss an den Evangelischen Kirchenbezirk Göppingen für die Suchtberatungsstellen in Göppingen und Geislingen beizubehalten. Die AfD möchte im Schulterschluss mit SPD und Grünen die Familientreffs erhalten.
Am Dienstag geht es mit der Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses weiter. Dieser tagt ab 14.30 Uhr im Helfenstein-Saal. Hier ist keine explizite Beratung über Haushaltsthemen vorgesehen. Einige Dinge wie die Streichung der Dritte-Kind-Regelung im ÖPNV wurden bereits beschlossen. Auf der Konsolidierungsliste der Verwaltung steht jedoch ein zweiter sogenannter Enforcement-Trailer, ein mobiler Blitzer-Anhänger. Darüber soll in der Sitzung abgestimmt werden. Der Anhänger soll ab 2027 pro Jahr 450.000 Euro in die Kreiskasse spülen. Die AfD hat bereits beantragt, keinen Trailer zu beschaffen. Die Grünen hingegen fordern die Beschaffung von gleich zwei weiteren Enforcement-Trailern.
Im großen Hohenstaufen-Saal tagt am Mittwoch ab 14 Uhr der Sozialausschuss. Zwei Stunden sind zu Beginn für die Haushaltsanträge und die Diskussion eingeplant. Anträge beziehen sich auf die Psychologische Familien- und Lebensberatung des Evangelischen Kirchenbezirks, Pro Familia sowie die Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung (SAB).
Klinik macht noch mehr Verlust
Schließlich beendet der Verwaltungsausschuss am Freitag ab 15 Uhr im Hohenstaufen-Saal die Sitzungswoche. Hier geht es ab etwa 15.30 Uhr um die Haushaltsanträge der Fraktionen. Der am Freitag, 21.11.2025, veröffentlichten Sitzungsvorlage ist zu entnehmen, dass Landrat Möller alle 44 Anträge der sechs Fraktionen, auf Kürzungen zu verzichten, ablehnt. Dies empfiehlt die Verwaltung auch dem Ausschuss. Unterdessen hat sich die finanzielle Lage weiter verschlechtert, vor allem, weil die Klinik noch mehr Verlust macht, als gedacht. Alleine das kostet den Kreis im kommenden Jahr voraussichtlich weitere 2,2 Millionen Euro.

