Göppinger Jugendgemeinderat macht Karriere
: Chris Kühn wird Chef des Bundesamts für Atommüll-Entsorgung

Aufgewachsen in Jebenhausen und über den Göppinger Jugendgemeinderat in den Bundestag, einige Jahre für den Wahlkreis Tübingen: Chris Kühn verlässt die Politik.
Von
Dirk Hülser
Göppingen/Tübingen/Berlin
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Chris Kühn beendet seine politische Karriere.

Privat

Er ist in Jebenhausen aufgewachsen und war einst im ersten Göppinger Jugendgemeinderat aktiv: Der heute 44-jährige Chris Kühn erinnerte sich im vergangenen im Interview mit der NWZ zurück: „Das war damals ein völliger Aufbruch.“ Dieses erste politische Engagement sei so prägend gewesen, „dass ich in der Politik gelandet bin“.

Einst Landesvorsitzender der Grünen

Seit 1998 ist Kühn Mitglied bei den Grünen und war von 2009 bis 2013 deren Landesvorsitzender im Südwesten, ehe er vor elf Jahren für den Wahlkreis Tübingen in den Bundestag einzog. 2021 wurde Kühn zum Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesumweltministerium ernannt – jetzt folgt der Ausstieg aus der Politik: Zum 15. Februar 2024 wird Kühn die Leitung des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) übernehmen, teilt die Behörde mit.

Verantwortlich für die Standortsuche

Als Präsident des BASE verantwortet er künftig das Auswahlverfahren für den Standort des Endlagers für hochradioaktive Abfälle. Zudem organisiert das BASE die damit verbundene Öffentlichkeitsbeteiligung.