Generation Deutschland in Donzdorf: Neuer Ort für Kundgebung gegen AfD: Organisatoren sind verärgert

Der Aalener AfD-Landtagsabgeordnete Chris Hegel will in Donzdorf Landeschef der Generation Deutschland werden. Gegen die Versammlung formiert sich Protest.
privat- In Donzdorf plant „Generation Deutschland“ am Sonntag in der Stadthalle die Gründung.
- Gegenveranstaltungen sind angemeldet: ein Bündnis um Grüne Jugend um 11 Uhr auf dem Westplatz.
- Weitere Proteste sollten vor der Stadthalle stattfinden – die Stadt wies den Mühlweg zu.
- Das „Offene Solidarische Treffen Filstal“ widerspricht und spricht von laufenden Verfahren.
- Ziel der OST-Gruppe bleibt eine Gegenversammlung in Hör- und Sichtweite der Veranstaltung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die neue AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland will am kommenden Sonntag, 14. Juni, in der Donzdorfer Stadthalle ihren letzten Landesverband gründen. Dagegen formiert sich Protest, Bürgermeister Martin Stölzle sprach Ende vergangener Woche von zwei angemeldeten Kundgebungen: eine von einem breiten Bündnis um die Grüne Jugend und den Verein „Kreis Göppingen nazifrei“ getragene um 11 Uhr auf dem Westplatz vor dem Schloss, zwei weitere, kleinere, an der Einmündung des Mühlwegs in die Hauptstraße.
Verwunderung über zugewiesenen Platz
Diesen Platz bekam die Anmelderin laut Stölzle von der Stadtverwaltung zugewiesen, eigentlich war deren Plan, an zwei Orten direkt vor der Stadthalle zu demonstrieren. Jetzt meldet sich das „Offene Solidarische Treffen Filstal“ (OST) auf Instagram sowie per Mail zu Wort. „Mit Verwunderung haben wir die aktuelle Berichterstattung zur geplanten Gründungsveranstaltung von ,Generation Deutschland' und den hierzu angemeldeten Gegenkundgebungen zur Kenntnis genommen. Insbesondere die Aussage, zwei weitere Kundgebungen seien bereits zusammengelegt worden und hätten einen konkreten Versammlungsort zugewiesen bekommen, entspricht nach unserem Kenntnisstand nicht dem aktuellen Stand des Verfahrens.“
Weiter klagen die nicht namentlich genannten Personen, die auf Instagram mit dem Logo der „Antifaschistischen Aktion“ auftreten: „Bislang liegt uns keine schriftliche Mitteilung über eine Zusammenlegung oder eine endgültige Standortzuweisung vor. Zudem steht das angekündigte Kooperationsgespräch mit der Versammlungsbehörde noch aus. Die Gespräche über die konkrete Ausgestaltung der Versammlungen befinden sich somit weiterhin im laufenden Verfahren.“
Selbstverständlich sei es Behörden möglich, die Presse über laufende Verfahren zu informieren. „Aus unserer Sicht sollte dabei jedoch klar zwischen bereits getroffenen Entscheidungen und noch laufenden Abstimmungen unterschieden werden. Umso mehr hat uns überrascht, entsprechende Informationen zunächst aus der Presse zu erfahren.“ Sie seien „jederzeit zu Gesprächen“ bereit, betonen die OST-Vertreter. Aber: „Unser Ziel bleibt eine wirksame Gegenversammlung in Hör- und Sichtweite der Veranstaltung. Dies entspricht aus unserer Sicht dem Sinn einer Gegenkundgebung und wird Gegenstand der weiteren Gespräche mit der Versammlungsbehörde sein.“

