Fahrpreise im VVS Region Stuttgart: Region stimmt Preiserhöhung für Tickets im ÖPNV zu

Wer künftig am Göppinger Busbahnhof in einem Bus Platz nehmen will, wird mehr bezahlen müssen. Das betrifft aber nicht die Nutzer von Deutschlandtickets oder des Jugend-Tickets BW.
Giacinto CarlucciDie Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat sich für eine deutliche Steigerung der Ticketpreise im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) ausgesprochen. Da die Verkehrsunternehmen im VVS von einer Kostensteigerung von rund 5,95 Prozent ausgehen, wurde auf dieser Basis ein Tarifvorschlag erarbeitet, über den der Ausschuss beraten und dem schließlich zugestimmt hat. Beschlossen ist die Erhöhung damit aber noch nicht: Die Region ist einer der Hauptgesellschafter des VVS, zustimmen müssen auch noch die Stadt Stuttgart, das Land sowie die fünf Landkreise der Region – Göppingen, Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg und der Rems-Murr-Kreis. Auch private Bus- und Bahnunternehmen wie Arverio sind an dem Verkehrsverbund beteiligt.
Deutlich gestiegene Kosten im ÖPNV
Hintergrund der geplanten Tarifanpassung seien deutlich gestiegene Kosten im öffentlichen Personennahverkehr, insbesondere bei den Personalkosten, schreibt der Verband in einer Pressemitteilung. Auf dieser Basis wurde der Tarifvorschlag erarbeitet, der nun die Grundlage für weitere Entscheidungen bildet. Nicht betroffen von der Erhöhung sind die Inhaber des Deutschlandtickets oder des Jugend-Tickets BW.
Die Umsetzung auf die einzelnen Tarifpositionen stellte VVS-Geschäftsführer Jan Neidhardt in der Ausschusssitzung vor. Von den Mitgliedern des Verkehrsausschusses wurde deutlich gemacht, dass der Verband bei der Bewertung großen Wert auf eine ausgewogene Tarifanpassung lege. Neben der wirtschaftlichen Stabilität des ÖPNV stünden dabei vorwiegend die Auswirkungen auf die Fahrgäste und die Bezahlbarkeit der Angebote im Fokus. „Ein leistungsfähiger und attraktiver Nahverkehr bleibt ein zentraler Baustein für die Mobilität in der Region“, heißt es in der Pressemitteilung.
Letztlich stimmten die Ausschussmitglieder zähneknirschend zu, Elmar Steinbacher (CDU) beispielsweise sah sich in einem Dilemma: „Die Unternehmen haben die Erhöhung beschlossen, aber wir haben kein Geld, sie auszugleichen – wir sitzen da ein Stück weit in der Falle.“ Und Thomas Leipnitz (SPD) stellte fest, dass Tariferhöhungen für viele Fahrgäste durch das Deutschlandticket „einen Teil ihres Schreckens verloren“ hätten.
Nicht alle Fahrgäste sind betroffen
Bereits zum 1. September 2025 waren die Ticketpreise im VVS um 5,2 Prozent gestiegen. Im Vorjahr waren sie im August um durchschnittlich 7,9 Prozent erhöht worden.
Nach Angaben des VVS waren jedoch mehr als 80 Prozent der Fahrgäste nicht von der Tariferhöhung betroffen: all jene, die mit dem Deutschlandticket oder dem Jugend-Ticket BW unterwegs waren. Das wird auch bei der Erhöhung in diesem Jahr so sein.

