Erdbeben bei Kirchheim/Teck
: Und wieder bebt die Erde – doch anders als noch im Dezember

Der Landeserdbebendienst Baden-Württemberg meldet eine Erschütterung zwischen Kirchheim und Notzingen, wenige Kilometer östlich von Schlierbach.
Von
Dirk Hülser
Kirchheim/Teck
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Am Donnerstag gab es im Grenzgebiet zwischen Bosnien und Montenegro ein Erdbeben.

ARCHIV - Aufzeichnung eines Seismogramms im Geodynamischen Observatorium Moxa der Universität Jena, (Archivfoto vom 28.08.2007). Leichte Erdbeben haben in der Nacht und am Freitagmorgen (19.10.2007) Ostthüringen und Teile des Saarlands erschüttert. Nach Polizeiangaben gingen gegen 6.45 Uhr mehrere Anrufe von besorgten Menschen aus Ronneburg, Berga und Wünschendorf ein, die von Erschütterungen ihrer Häuser berichteten. Zu Schäden kam es dabei nicht. Das Beben dauerte zwei bis drei Sekunden. Ein Seismograph in Moxa bei Jena hatte nach Angaben des Innenministeriums Aktivitäten aufgezeichnet. Woher diese jedoch stammten, ist unklar. Sprengungen habe es zur Zeit des Bebens nicht gegeben, meldete die frühere Uranbergbaugesellschaft Wismut. Foto: Jan-Peter Kasper dpa/lth (zu dpa 0190 vom 19.10.2007) +++ dpa-Bildfunk +++

Bei Kirchheim/Teck hat es ein schwaches Erdbeben gegeben (Symbolbild).

Jan-Peter Kasper/dpa
  • Bei Kirchheim/Teck gab es am Donnerstag ein sehr schwaches Erdbeben (Magnitude 1,2).
  • Epizentrum zwischen Kirchheim und Notzingen, wenige Kilometer östlich von Schlierbach.
  • Herdtiefe: neun Kilometer, Zeitpunkt: 14.13 Uhr; keine Wahrnehmungsmeldungen.
  • Erdbebennews.de: Intensitäten unter Spürbarkeitsgrenze; Einordnung „sehr schwach“.
  • Am 9. Dezember bebte es dort stärker: Magnitude 3,0, bis ca. zehn km spürbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenige Wochen nach dem stärksten Erdbeben des Jahres 2025 im Land hat am Donnerstag wieder die Erde bei Kirchheim/Teck gebebt: Dieses Mal meldet der Landeserdbebendienst Baden-Württemberg eine Erschütterung mit der Magnitude 1,2 auf der Richter-Skala. Das Epizentrum befand sich zwischen Kirchheim und Notzingen, wenige Kilometer westlich von Schlierbach.

Herd in neun Kilometer Tiefe

Der Herd des Bebens, das sich um 14.13 Uhr ereignete, befand sich den Angaben zufolge in neun Kilometer Tiefe, die Freiburger Behörde bezeichnet die Erschütterung als „sehr schwaches Erdbeben“. Auch das Portal erdbebennews.de schätzt das Ereignis als sehr schwach ein und teilt mit: „Die berechneten Intensitäten lagen unter der Spürbarkeitsgrenze.“ So ist es auch wenig verwunderlich, dass zu dem Beben – anders als bei jenem im Dezember – keine Wahrnehmungsmeldungen vorliegen. In der Regel werden Erdstöße von Menschen erst ab einer Magnitude von 2,5 auf der Richter-Skala wahrgenommen.

Erst am 9. Dezember hatte die Erde bei Kirchheim gebebt, damals aber heftiger: Um 3.50 Uhr rumpelte es südlich der Kirchheimer Hahnweide auf der Gemarkung von Dettingen/Teck in rund zehn Kilometer Tiefe. Mit einer Magnitude von 3,0 auf der Richter-Skala war es das stärkste Beben des Jahres im gesamten süddeutschen Raum und war auch im Kreis Göppingen zu spüren. Die Erschütterungen konnten demnach im Umkreis von etwa zehn Kilometern wahrgenommen werden, „vereinzelt darüber hinaus“.

Auch der Dienst erdbebennews.de berichtete von dem Beben und sprach von einer Maximalintensität von 3,5 auf der Richter-Skala. Es sei für etwa 375.000 Menschen „potenziell spürbar“ gewesen. Demnach seien Auswirkungen bis etwa Ebersbach/Uhingen und Eislingen, vereinzelt bis zur Kreisgrenze bei Schwäbisch Gmünd im Norden errechnet worden, im Osten bis weit hinter Laichingen, im Süden bis etwa Albstadt und im Westen bis Tübingen und Holzgerlingen.