Blasmusikfestival in Göppingen: Fröhliche Stimmung und jede Menge feinste Blasmusik: Die Bilder zum Festival

Rund 3000 Blasmusik-Fans kamen beim Festival zusammen.
Giacinto Carlucci„Das ist der Wahnsinn.“ Roland Ströhm, Vorsitzender des Blasmusik-Kreisverbands, freute sich beim Blick von der Bühne ins rappelvolle Festzelt. Am Donnerstag (15.6.23) feierten mehr als 3000 Menschen den inoffiziellen Maientags-Auftakt. Sieben Kapellen mit über 300 Instrumentalisten zündeten ein musikalisches Feuerwerk und ließen es ordentlich krachen. Die hohe musikalische Qualität der Kapellen begeisterte mit Weisen aus Böhmen, Welthits aus Pop und Rock fast sechs Stunden lang.
OB Maier sticht das Maientagsbier an
Pünktlich um 18 Uhr hob Dirigent Jürgen Reiß vom Musikverein Wäschenbeuren den Taktstock und eröffnete das Programm, bevor Moderator und Entertainer Hansy Vogt den Einzug der Honoratioren ins Festzelt ankündigte. Allen voran schritten die Jagdhornbläser der Kreisjägervereinigung unter Leitung von Joachim Rau sowie die Trachtengruppe Dürnau-Bad Boll-Gammelshausen mit ihrer Chefin Simone Grössl, gefolgt vom Festival-Schirmherr OB Alex Maier. Fröhlich winkend im bunten Bild auch die Festwirtsfamilie Karl und Daniela Maier, Christoph Kumpf von der Kaiser-Brauerei, Bürgermeister aus den musikalisch teilnehmenden Gemeinden sowie Roland und Claudia Ströhm vom Blasmusik-Kreisverband. Mit vier Schlägen setzte OB Maier auf der Bühne den Spund ins erste Fass des eigens gebrauten Maientagsbiers.
Blasmusik ist angestaubt? Von wegen. Mit dem schwungvollen „Bozner Bergsteigermarsch“ und einer „80er Kult-Tour“ heizten die 65 Aktiven des MV Schnittlingen unter Leitung von Klaus Geiger die tolle Stimmung an. Im Anschluss gelang es Dirigent Matthias Grünewald vom MV „Frohsinn“ Albershausen, mit Polka und einem Schlager-Hitmix das mitgehende Publikum weiter anzufeuern. Klatschen, Singen, Schunkeln, Lachen, Tanzen, der unbeschwerten Fröhlichkeit wurde viel Raum geboten. Mit Kurz-Interviews, Partymusik vom Band und gesungenen Einlagen überbrückte Hansy Vogt die kurzen Umbaupausen auf der Bühne. Der MV Stadtkapelle Weißenstein unter Stabführung von Haiko Fahrian traf mit „Dem Land Tirol die Treue“ ins Schwarze, die Fans hielt es nicht mehr auf den Sitzen. So erklang der alpenländische Schwur tausendfach aus den Besucherkehlen. „Wir Musikanten“ und der „Deutschmeister Regiments-Marsch“, die Akteure vom MV Kuchen unter Leitung von Joachim Rath präsentierten mit viel Spielfreude akustische Schmankerln, bevor sie „Auf der Vogelwiese“ landeten“.
Walter Popp, Dirigent des MV Schlat, ist Mann der ersten Stunde beim NWZ-Blasmusik-Festival, zwar nicht immer mit dem gleichen Verein, aber zum 14. Mal dabei. Nach dem „Summernight Rock“ entführten die 35 Musikanten auf eine Traumreise nach Griechenland, spontan schwangen Besucher in den Gängen die Beine zum Sirtaki. Mit Beifall und Zugabe-Rufen quittierte das Festpublikum die rhythmische Gute-Laune Rakete der Schlater. „Wo ist der Böhmische Traum?“ Hansy Vogt stellte fest, dass die Hymne der Blasmusik noch nicht gespielt wurde. Eine Steilvorlage für den MV Faurndau, der den musikalischen Schlusspunkt setzte. Unter lautem Jubel setzte Wolfgang Bihr den Stab an und die Musiker krönten die 14. Auflage des NWZ-Blasmusikfestivals. Zugabe? Ja, klar!
