Aufsichtsrat Alb-Fils-Klinikum
: Nach Rücktritt von Gallus wirft AfD dem FDP-Mann „dreiste Täuschung“ vor

Wegen Unzufriedenheit über die strategische Ausrichtung der Göppinger Klinik zieht sich der FDP-Kreisrat zurück. Sein Sitz wäre ohnehin an die CDU gegangen – aber erst im Frühjahr.
Von
Dirk Hülser
Kreis Göppingen
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Schmuck Klinik Alb Fils Klinikum Notaufnahme

Wegen Beschwerden über die Notaufnahme und der Situation auf manchen Stationen gab es eine Sondersitzung des Aufsichtsrats der Alb-Fils-Klinikum GmbH. Anschließend gab ein Mitglied sein Mandat zurück.

Giacinto Carlucci
  • FDP-Kreisrat Georg Gallus verlässt den Aufsichtsrat des Alb-Fils-Klinikums aus Unzufriedenheit.
  • AfD nennt den Rücktritt eine „dreiste Täuschung“ und kritisiert Gallus’ angeblichen „Verzicht“.
  • Hintergrund: Der Posten war zwischen FDP, CDU und AfD bereits aufgeteilt.
  • CDU bestätigt den geplanten Wechsel, der erst im Frühjahr vorgesehen war.
  • Klinik steht wegen Patientenbeschwerden über Notaufnahme und Stationen in der Kritik.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach teils massiven Beschwerden von Patienten befindet sich das Alb-Fils-Klinikum in der Defensive. In der vergangenen Woche wurde eigens eine Sondersitzung des Aufsichtsrats einberufen, anschließend gab Kreisrat Georg Gallus (FDP) bekannt, das Gremium zu verlassen. Er habe sich von der Sitzung mehr erhofft: „Ich bin mit der strategischen Ausrichtung des Alb-Fils-Klinikums nicht einverstanden“, sagte er.

„Heldenhafter Verzicht“?

Von einem „Akt billiger Selbstdarstellung“ spricht nun AfD-Fraktionsvorsitzender Michael Weller. Der Rückzug von Gallus sei „eine dreiste Täuschung der Öffentlichkeit“, denn: „Der Posten war von vornherein gedrittelt, und der FDP-Mann musste sowieso abtreten.“ Es handele sich um keinen „heldenhaften Verzicht wegen Unzufriedenheit“, sondern es sei der zwischen FDP, CDU und AfD vereinbarte Ablauf. CDU-Fraktionschef Wolfgang Rapp bestätigt zwar, dass sich die drei Fraktionen im Zuge der Einigung um Ausschusssitze auf dieses Verfahren geeinigt hätten, jedoch sei der Wechsel zu einem CDU-Aufsichtsrat erst für März oder April vorgesehen gewesen. So ganz kann er die Aufregung jetzt nicht verstehen: „Es gibt Wichtigeres.“