Auch Göppingen betroffen
: Warnstreiks im öffentlichen Dienst werden ausgeweitet

Verdi hat zu Arbeitsniederlegungen am Donnerstag, 6. Februar, in der Hohenstaufenstadt aufgerufen:  bei der Stadt, der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und dem Landratsamt.
Von
Joa Schmid
Göppingen
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Uhingen am Uditorium Warnstreik öffentlicher Dienst Verdi

Kundgebung am Mittwoch, 29. Januar, vor dem Uditorium: Auch in Uhingen waren die Beschäftigten zum Warnstreik aufgerufen.

Staufenpress
  • Verdi ruft am 6. Februar zu Warnstreiks in Göppingen auf.
  • Betroffen sind u.a. Stadtverwaltung, Agentur für Arbeit, Jobcenter und Stadtwerke.
  • Kundgebung am 6. Februar um 11 Uhr auf dem Schillerplatz.
  • Verdi kritisiert Arbeitgeber für mangelnden Tarifkompromiss.
  • KAV sieht Forderungen als unberechtigt angesichts prekärer Kommunalfinanzen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nachdem am Donnerstag Beschäftigte aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes auch in Geislingen und Eislingen für einen Tag die Arbeit niedergelegt hatten, wird Verdi Baden-Württemberg die Warnstreiks in der kommenden Woche deutlich ausweiten. Auch in Göppingen sind am Donnerstag, 6. Februar, Warnstreik geplant. Die Beschäftigten der Stadt Göppingen, der Agentur für Arbeit, des Jobcenters, des Landratsamts, der Stadtwerke, der Energieversorgung Filstal, des Alb Fils Klinikums, der Lebenshilfe und der Kreissparkasse sind am Donnerstag, 6. Februar, zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Ebenfalls am Donnerstag werden sich die Streikenden um 11 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Göppinger Schillerplatz treffen.

Beschäftigte zeigen sich empört über Kurs der Arbeitgeber

Damit reagiert man auch auf die Stimmung in den Dienststellen, teilt Verdi mit: Dort seien die Beschäftigten empört über den Kurs ihrer Arbeitgeber in dieser Tarifrunde. Zahlreiche Bürger- und Oberbürgermeister hätten bereits offen damit gedroht, öffentliche Dienstleistungen wegen der Forderungen zu kürzen.

„Damit versuchen sie, ihre eigenen Bürgerinnen und Bürger gegen die eigenen Beschäftigten in Stellung zu bringen“, so Hanna Binder, stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin.

Der baden-württembergische Arbeitgeberverband KAV spricht in seinen Mitteilungen sogar davon, dass in „den vergangenen Lohnrunden bereits höchst komfortable Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst der Kommunen geschaffen“ wurden. Weitere massive Aufwertungen seien der Bevölkerung in Anbetracht der prekären Kommunalfinanzen nicht zu vermitteln.

Verdi beklagt Dauerstress bei den Mitarbeitern

Die stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin: „Dass der KAV den seit Jahren anhaltenden Dauerstress durch immer mehr Aufgaben und immer weniger Personal als komfortabel bezeichnet, zeugt von einem beängstigenden Realitätsverlust. Tarifverhandlungen beginnen wie die Politik mit der Betrachtung der Wirklichkeit. Hier werden wir noch reichlich Aufklärungsarbeit leisten müssen bis zur zweiten Verhandlungsrunde.“