Göppinger OVG betroffen
: Wieder Warnstreiks im Landkreis

Bei den privaten Busunternehmen wird am Mittwoch, 29. Januar,  gestreikt, im öffentlichen Dienst schon am Dienstag, 28. Januar.
Von
Joa Schmid
Göppingen
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Göppingen ZOB Streik ÖPNV Busfahrer Verdi

Die Beschäftigten im privaten Busgewerbe im Landkreis ordern unter anderem neun Prozent mehr Lohn. Unser Bild zeigt eine Demo am Göppinger  ZOB.

Giacinto Carlucci
  • Warnstreiks im Busgewerbe am 28. und 29. Januar in Göppingen und Geislingen.
  • Betroffen sind private Busunternehmen und der öffentliche Dienst.
  • Verdi fordert 9% mehr Lohn für 9000 Beschäftigte und 100 Euro mehr für Azubis.
  • Am 31. Januar findet die nächste Verhandlungsrunde mit dem WBO statt.
  • Demonstration und Kundgebung am 29. Januar in Geislingen geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Bezirk Neckar Alb der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Mittwoch, 29. Januar, weitere Warnstreiks im privaten Omnibusgewerbe in Göppingen und Geislingen angekündigt. Bei der laufenden Tarifrunde für die rund 9000 Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg gibt es noch keine Einigung. Nach jeweils eintägigen Warnstreiks am 9. und 10. Januar sowie in der Regel zweitägigen Arbeitsniederlegungen in dieser Woche ruft Verdi in über 30 Betrieben ab dem 28. Januar zu weiteren Arbeitsniederlegungen auf. Nach Informationen des Göppinger Landratsamts kommt es am Mittwoch, 29. Januar, bei den Firmen OVG Göppingen und Hildenbrand Gruibingen zum ganztägigen Streik von Betriebsbeginn bis zum Betriebsschluss. Im Landkreis sind nach Informationen von Verdi bei der OVG folgende Linie betroffen: OVG: 911, 911 A, 912, 912 A, 913, 913 A, 914, 914 A, 915, 916, 916 A, 917, 918, 931, 931 A, 932, 932 A, 933, 933 A, 934, 934 A, 940, 941, 941 A, 942 und X93.

Beim Gruibinger Busunternehmen Hildenbrand sind es die Linien 961, 962, 963, 964, 965, 965 A, 966, 966 A, 967, 968, 980, 980 A, 981, 981 A, 982, 983, 983 A, 984 und 984 A. Die RAB hat mitgeteilt, dass durch den Streik einzelne Fahrten am Dienstag und Mittwoch ausfallen könnten.

Arbeitsniederlegungen auch im öffentlichen Dienst

Die dritte Verhandlungsrunde mit dem Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) findet am kommenden Freitag, 31. Januar, statt. Verdi fordert für die rund 9000 Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe unter anderem neun Prozent mehr Entgelt sowie 100 Euro mehr im Monat für die Auszubildenden bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Der Landkreis ist nach Angaben von Verdi auch von den Streiks im öffentlichen Dienst betroffen. Nach der ergebnislosen ersten Verhandlungsrunde der Kommunen und des Bundes am vergangenen Freitag ruft Verdi ab dem heutigen Dienstag, 28. Januar, zu ersten Warnstreiks auf. Am Mittwoch, 29. Januar, werden Beschäftigte aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes in Geislingen zu Warnstreiks aufgerufen. Außerdem sind ab 10.30 Uhr eine Demonstration und um 11.30 Uhr eine Kundgebung vor dem Geislinger Rathaus vorgesehen. Hanna Binder, stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin: „Wir setzen diese Woche erste Nadelstiche und bereiten zeitgleich eine deutliche Ausweitung der Warnstreiks in Baden-Württemberg vor.“