Auch ungetestete Ungeimpfte dürfen am Samstag, 18. Dezember,  an einer Kundgebung der AfD auf dem Schillerplatz in Göppingen teilnehmen. Der Landkreis wollte die Teilnahme an der Demo von der 3G-Regel (Geimpft, genesen, getestet) abhängig machen und die Teilnehmerzahl auf insgesamt 150 beschränken – das Verwaltungsgericht Stuttgart setzte allerdings nun beide Auflagen außer Kraft, wie es am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.
„Wir freuen uns sehr, dass am Samstag in Göppingen Geimpfte und Ungeimpfte Seite an Seite für die Freiheit demonstrieren werden“, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende der Südwest-AfD, Markus Frohnmaier. „Ungeimpfte werden immer mehr wie Menschen zweiter Klasse behandelt.“ Die Kundgebung beginnt um 15 Uhr.
Der AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Goßner verbreitete unter anderem auf dem Messenger-Dienst Telegram die Falschmeldung „Schikanen der vom grünen OB Alex Maier geführten Stadtverwaltung gekippt“. Die jetzt kassierten Auflagen wie 3G und eine Teilnehmerbegrenzung wurden allerdings gar nicht von der Stadt, sondern vom Landratsamt verhängt.
Der Kreisverband der Linken hat eine Mahnwache gegen die AfD-Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz angemeldet. Diese beginnt bereits um 14 Uhr. Als Corona-Schutzmaßnahme gilt dort die 3G-Regel und eine Maskenpflicht, teilt die Partei mit.