Notruf bei Beschwerden: Doch kein Bärlauch gegessen? – Diese Symptome können auftreten

Deutschlandweit wird immer wieder über Vergiftungen durch Pflanzenverwechslungen berichtet. Was sollte man tun im Notfall?
Sina Schuldt/dpa- Gesundheitsamt Göppingen warnt vor Pflanzenverwechslungen beim Bärlauch
- Maiglöckchen: Übelkeit, Schwindel, schwere Herzrhythmusstörungen möglich
- Herbstzeitlose: schon kleine Mengen führen zu schweren Vergiftungen
- Bei Beschwerden Giftnotruf (0761) 19240, bei schweren Symptomen 112 wählen
- Keine Meldepflicht: keine konkreten Zahlen zu Fällen im Kreis Göppingen
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wer Bärlauch liebt und ihn sorgenfrei genießen will, kann sich an erfahrene Kräuterexperten wenden, auf das Angebot im Handel zurückgreifen oder auf regionalen Hofläden einkaufen. Ökotest.de empfiehlt zudem, Bärlauch selbst im Garten oder im Topf zu pflanzen, da er in der freien Natur nicht alleine wächst und dort mit giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt werden könnte. Es gibt aber auch viele Menschen, die umsichtig ernten und wissen, wo sie zugreifen sollten.
Was ist aber, wenn doch etwas passiert? „Die Folgen können bei Verwechslung dramatisch sein: Maiglöckchen können zu Übelkeit, Schwindel und schweren Herzrhythmusstörungen führen“, berichtet Clarissa Weber, Pressesprecherin beim Landratsamt Göppingen, zu dem auch das Gesundheitsamt gehört. „Bei Verzehr von Herbstzeitlosen können schon kleine Mengen zu schweren Vergiftungen führen – mit Durchfall, Erbrechen und im schlimmsten Fall Organversagen bis hin zu Todesfällen.“
Im Zweifelsfall „lieber stehen lassen als riskieren“
Auch der Aronstab sei nicht harmlos. Er verursache schmerzhafte Reizungen im Mund- und Rachenraum sowie Schluckbeschwerden. Daher gilt: „Wer Bärlauch sammeln möchte, sollte sich seiner Sache absolut sicher sein, denn die giftigen Doppelgänger sehen dem Wildkraut zum Teil täuschend ähnlich. Im Zweifel gilt: lieber stehen lassen als riskieren“, empfiehlt Weber.
Bei welchen Symptomen sollte man handeln? „Hat man den Verdacht giftige Pflanzen gegessen zu haben oder treten nach dem Verzehr gesundheitliche Beschwerden auf, sollte umgehend der Giftnotruf unter der Nummer (0761) 19240 kontaktiert werden“, so Clarissa Weber weiter. Warnzeichen seien vor allem Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel oder Herzprobleme. „Bei schweren Symptomen wie Atemnot, Kreislaufproblemen oder Bewusstseinsstörungen gilt es sofort den Notruf 112 zu wählen“, rät die Pressesprecherin des Landratsamts.
Keine konkreten Zahlen im Kreis Göppingen, da keine Meldepflicht besteht
Wie häufig so eine Verwechslung im Kreis Göppingen tatsächlich vorkommt, kann die Pressesprecherin allerdings nicht sagen. „Konkrete Zahlen zu schweren Vergiftungen oder Todesfällen im Landkreis Göppingen sind nicht bekannt, da keine Meldepflicht gegenüber dem Gesundheitsamt besteht“, antwortet Weber. Deutschlandweit werde immer wieder von Vergiftungen durch Pflanzenverwechslungen berichtet, teils mit schweren Verläufen bis hin zu Todesfällen.
