Kurzstationäre Einrichtung in Geislingen
: Alb-Fils-Kliniken zu geplantem Angebot: „Modellprojekt muss wachsen dürfen“

Die Alb-Fils-Kliniken nehmen Stellung zu der geplanten kurzstationären Einrichtung in Geislingen für AOK-Kunden. Das planen die Kliniken.
Von
GZ
Geislingen
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Die Alb-Fils-Kliniken äußern sich zur kurzstationären Einrichtung, die ab 2024 in Geislingen eröffnet werden soll.

Markus Sontheimer

Mit ihrer Pressemitteilung hatte die AOK am 4. September 2023 für Überraschung, Irritation und Kritik in Geislingen gesorgt: Darin informierte die Krankenkasse, dass sie mit den Alb-Fils-Kliniken (AFK) und der Kreisärzteschaft Göppingen ab 2024 als Modellprojekt eine sogenannte Kurzstationäre Allgemeinmedizinische Versorgung (KAV) im künftigen Gesundheitszentrum Helfenstein für AOK-Versicherte einrichten wolle.

Klinik: Ausschluss von Patienten ist nicht gewollt

Dazu äußern sich nun die AFK ausführlich in einer Pressemitteilung mit der Überschrift „Modellprojekt muss wachsen dürfen“. Das Modellprojekt richte sich im ersten Schritt an AOK-Versicherte. Ein Ausschluss von gesetzlich oder privat versicherten Patienten und Patientinnen anderer Kostenträger sei nicht gewollt, teilen die Alb-Fils-Kliniken mit. Informiert worden sei in der Pressemitteilung vergangene Woche über ein Zwischenergebnis eines laufenden Prozesses, der sich derzeit in der Entwicklungsphase befinde. Die AOK sei als größte Krankenkasse des Landes mit dem größten Anteil der zu versorgenden Patienten als Kooperationspartner für den Start eines ­Modellprojekts dieser Art prädestiniert. Die anfängliche Beschränkung auf die AOK diene ausschließlich dem Zweck, die Versorgungslücke zeitnah zu schließen und die KAV möglichst rasch etablieren zu können, heißt es weiter. Und: Nach Abschluss der Pilotphase könne diese Versorgungsform auch den übrigen Kostenträgern und deren Versicherten offenstehen.

Modellprojekt „landesweit einzigartig“

In der KAV sollen nach Auskunft der Alb-Fils-Kliniken Patienten ärztlich und pflegerisch für eine kurze Dauer 24/7 betreut werden. Dabei gehe es um Menschen, die zwar noch keine Behandlung in einem Krankenhaus benötigten, aber dennoch nicht ausschließlich ambulant versorgt werden könnten. Die AFK schreiben in der Pressemitteilung: „Die Projektbeteiligten möchten eine innovative neue Versorgung erproben, um eine hohe Qualität der medizinischen Versorgung in der Raumschaft Geislingen zu erhalten, das Modellprojekt ist landesweit einzigartig.“

Die Alb-Fils-Kliniken erinnern zudem daran, dass, nach dem Kreistagsbeschluss vom 14. Juli, im Januar 2024 eine allgemeinmedizinische Notfallpraxis im Gesundheitszentrum Helfenstein in Geislingen eröffnet werden soll. Diese Praxis werde für alle Patienten und Patientinnen aller Krankenkassen, gesetzliche wie auch private, an Werktagen tagsüber eingerichtet.