GZ-Weihnachtsaktion 2023: Mit der Aktion Rückenwind soziale Teilhabe ermöglichen

Die Aktion Rückenwind unterstützt Kinder und Jugendliche, damit sie beispielsweise ihren Hobbys im Musik- oder Sportverein weiter nachgehen können und ermöglicht so soziale Teilhabe (Symbolbild).
www.BilderBox.comSteigende Kosten bringen Familien in Schwierigkeiten, oftmals müssen die Eltern dann an den Hobbys und Freizeitaktivitäten ihrer Kinder sparen. Die Aktion Rückenwind greift hier unter die Arme, ermöglicht eine kostenlose Beratung und will den Kindern weiterhin soziale Teilhabe ermöglichen.
Sabine Stövhase leitet das Caritas-Zentrum Göppingen und koordiniert das Projekt – sie sagt: „Wir fördern Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringen Einkommen.“ Zum einen sind das Menschen, die das Bürgergeld bekommen, aber auch Geringverdiener – also jene, die keinen Anspruch auf Bürgergeld, aber dennoch ein zu geringes Einkommen haben.
Mehr Anträge gestellt
Stövhase führt aus: „Wir haben in Deutschland viele Menschen, die im Niedriglohnbereich arbeiten“, berichtet sie. Mieten, Lebensmittel, Heiz- und Strom sind sehr hoch, hält sie fest. „An Freizeit und Hobbys wird von den Eltern dann als Erstes gespart – da muss gar keine andere Notlage dazu kommen“, meint sie. Stattdessen reiche es im Augenblick, dass alles teurer geworden ist. Dabei sei es den Eltern wichtig, dass die Kinder ihre Hobbys wahrnehmen können. Die Aktion Rückenwind bietet die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche über Jahre hinweg zu fördern. Gefördert werden kann vom Kindergartenalter bis zum 18. Lebensjahr. Die maximale Fördersumme pro Kind und pro Jahr liegt bei 420 Euro, für das gesamte Jahr ist zudem eine Förderung von 200 Euro zusätzlich möglich, beispielsweise für Ferienfreizeiten.
Derzeit macht sich bei der Aktion Rückenwind auch die aktuelle Situation bemerkbar, wie Stövhase anhand von Zahlen verdeutlicht: „Wir haben dieses Jahr 100 Anträge, normalerweise sind es um die 70 bis 75 Anträge“; demnach hat sich die Zahl der Menschen verschärft, die für eine Förderung infrage kommen.
Die Kinder können in unterschiedlichen Bereichen eine Förderung erhalten. Bei sportlichen Hobbys kann das beispielsweise die Sportausstattung für den Fußballverein sein. In Sachen Musik nennt Stövhase ein Beispiel von zwei Mädchen, die durch die Aktion Rückenwind weiter zum Klavierunterricht gehen können. „Wir sind überzeugt davon, dass es wichtig ist, dass Kinder sowas wie Sport und Musik frühzeitig erleben und ihre Talente entwickeln können.“
Bezuschusst werden ab dem kommenden Jahr auch Saisonkarten fürs Freibad. „Die Kinder sind oft nicht im Urlaub, da geht es darum, dass sie einfach ihre Freizeit genießen können“, erklärt die Caritas-Leiterin.
Schulranzen-Förderung für Erstklässler
Und dann gibt es da noch die Schulranzen-Förderung für Erstklässler, die einen hochwertigen Ranzen erhalten. Mit Inhalt – wie Mäppchen und Heften – kostet ein Schulranzen aus dem Geschäft um die 150 bis 200 Euro. „Wir versuchen die Schulranzen beim Hersteller etwas günstiger zu bekommen und geben sie zu einem symbolischen Betrag von circa 15 Euro an die Eltern weiter“, berichtet Stövhase. Dadurch sollen die Kinder sozial nicht außen vor sein und einen rückenschonenden Rucksack erhalten.
Weil die Nachfrage gerade hoch ist, gibt es bei der Beratung derzeit ein wenig Wartezeit. Jeder Antrag ist verbunden mit einer kostenfreien Sozialberatung. Betroffene sollen es „auf jeden Fall versuchen, denn allein die Beratung kann schon sehr wertvoll sein und aufzeigen, was einem vielleicht noch zusteht“. Bei der Antragsstellung gibt es Hilfe von den Sozialberaterinnen der Aktion Rückenwind – „von daher ist man da auf der sicheren Seite“. Anlaufstellen sind unter anderem die Caritas und die Diakonie im Kreis Göppingen oder auch die Diakonische Bezirksstelle Geislingen. Sabine Stövhase betont: „Wir möchten das Thema Kinderarmut wachhalten“ – und: „Die Spendenaktion hilft uns sehr weiter.“
Die Spenden fließen unter anderem in die Einzelförderungen, Projekte und Schulranzen, wie Stövhase berichtet, und alle Träger stellen ihre Räume zur Verfügung. Gegründet wurde die Aktion Rückenwind 2010. Sie wird vom Caritas-Zentrum und dem Diakonischen Werk Göppingen unterstützt, der Diakonischen Bezirksstelle Geislingen, der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Göppingen und dem Netzwerk Arbeitswelt.
Alles zur GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht‘s besser“
Mit Veranstaltungen können Sie die Projekte der diesjährigen GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht‘s besser“ unterstützen. Möglich sind beispielsweise Konzerte, Kabarett-Abende, Benefiz-Essen, Basare, Partys oder Tombolas – zum Beispiel im Betrieb oder im Verein. Sie können entscheiden, ob Sie für alle Projekte spenden möchten oder für einzelne (bitte auf der Überweisung vermerken).
Die Spendenkonten:
Kreissparkasse Göppingen, IBAN: DE24 6105 0000 0006 0770 99Volksbank Göppingen, IBAN: DE14 6106 0500 0608 0000 00
Jeder Spender wird in der GEISLINGER ZEITUNG genannt und erhält auf Wunsch eine Spendenbescheinigung (bitte Adresse angeben). Anonyme Spenden sind auch möglich (dies bitte auf der Überweisung vermerken).
Die sieben ausgewählten diesjährigen Projektpartner sind das ökumenische Projekt „Aktion Rückenwind“ – unter anderem von Caritas und Diakonie; der Förderverein der Bodeschwinghschule Geislingen; die Organisation „Christliche Mission International“ mit ihrem Gesundheitszentrum in Kenia; der Förderverein Freibad Geislingen; der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser; die Fahrradwerkstatt der SAB sowie der Tagestreff „Lichtblick“ des Vereins Viadukt.
Wer eine Spende bei der GZ abgeben möchte, wird gebeten, vorab einen Termin zu vereinbaren. Das GZ-Team kommt gerne auch zu Ihnen, um Ihre Spende abzuholen. Bei allen Fragen und Ideen zur GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht’s besser“ können Sie sich an GZ-Redakteurin Rebecca Hummler wenden – unter Telefon (07331) 202-48 oder per E-Mail an r.hummler@swp.de


