So unterschiedlich die Projekte der diesjährigen GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht’s besser“ auch sein mögen, so eint die Projektpartner doch eines: Bei der ersten Ausschüttung wenige Tage vor den Festtagen bedankten sie sich alle aus tiefstem Herzen bei den vielen Spendern und deren Unterstützung.
„Vor dem Hintergrund der enormen Kostensteigerungen in allen Lebensbereichen und die weiterhin unsichere und angespannte wirtschaftliche Situation sowie privaten Sorgen bei vielen Menschen ist die Summe von 41 000 Euro ein beeindruckendes Ergebnis“, freute sich auch Marina Braig, Geschäftsführerin der GEISLINGER ZEITUNG. Die Spendenbereitschaft zeige, dass die Menschen trotz vieler Sorgen auch an andere denken, denen es schlechter gehe. Erfreulich sei außerdem, dass der erreichte Spendenstand kurz vor Weihnachten um einige tausend Euro höher sei als in den vergangenen Jahren. „Ohne die vielen Spender hätten wir das nicht schaffen können“, dankte Marina Braig für jeden gespendeten Euro.

Hubert Rinklin, Vincent Stampfer, und Tanja Rockenbauch-Witt über die Geldspenden

„Das ist ein gutes Zeichen für den Zusammenhalt der Gesellschaft, auch in schwierigen Zeiten“, betonte Hubert Rinklin vom Förderverein Hospiz Oberes Filstal. Er zeigte sich – ebenso wie Markus Maichle vom Förderverein – sehr erfreut darüber, dass das Projekt durch die GZ-Weihnachtsaktion unterstützt werde.
„Wir freuen uns sehr“, verdeutlichte auch Vincent Stampfer vom Vorstand des Vereins Skatepark Geislingen. Mit den Spenden wolle man auf der Skateanlage beim TVA-Sportplatz auch die inklusive Arbeit vorantreiben. „Wir können mit jeder Summe viel für Geislingen machen“, ergänzte er.
„Wir sind sehr erfreut, dass wir ausgewählt wurden und mit der Spende eine Unterstützung im Kleinkinderbereich in Geislingen und Umgebung erhalten“, betonte Tanja Rockenbauch-Witt. Die Schulleiterin der Pestalozzi-Schule war bei der symbolischen Spendenübergabe in Vertretung von Elke Pölz anwesend, die den Frühförderverbund Geislingen leitet.
Eine Projektpartnerin konnte allerdings bei der Bescherung wenige Tage vor Heiligabend nicht dabei sein: Selina Schrag aus Eybach. Sie hält sich derzeit im afrikanischen Ruanda auf, wo sie sich um Straßenkinder kümmert. „Sie ist sehr froh, dass sie mit ihrem Projekt überhaupt für die Weihnachtsaktion ausgewählt wurde“, sagte ihr Vater Axel Schrag. „Selina konnte es gar nicht fassen.“ Mit dem Geld aus der GZ-Aktion könne sie das Projekt mindestens ein Jahr weiterführen, erklärt der Eybacher, der – auch im Namen seiner Tochter – für die Spenden dankte.

Was Ferdinand von Degenfeld, Karin Woyta und Mario Moro sagen

„Nicht jede Spende ist selbstverständlich“, bemerkte Ferdinand von Degenfeld, der für die Kinder- und Jugendhospizgruppe der Malteser einen symbolischen Spendenscheck in Empfang nehmen konnte. Damit sei die nächste Fortbildungsrunde garantiert.
Karin Woyta und Mario Moro von der SAB-Fahrradwerkstatt in Geislingen bedankten sich ebenfalls herzlich: „Wir sind überglücklich“, sagte SAB-Geschäftsführerin Karin Woyta. „Wir freuen uns über jede Unterstützung.“ Mario Moro ergänzte: „Wir können jeden Cent gebrauchen.“ Man sei in der momentan schwierigen wirtschaftlichen Situation mehr denn je auf Spenden angewiesen.

Das sind die Projektpartner in diesem Jahr

Insgesamt sechs Projektpartner können sich heuer im Rahmen der diesjährigen GZ-Weihnachtsaktion, die schon beinahe 50 Jahre stattfindet, über Geldspenden freuen. Dabei handelt es sich um folgende Projekte:
● Selina Schrag aus Eybach sammelt Geld für ein Weihnachtsprojekt der Aktion „Cuisine du Coeur“ im afrikanischen Ruanda. Dabei erhalten etwa 200 Kinder unter anderem eine warme Mahlzeit. „Nun rückt das diesjährige Weihnachtsprojekt der Cuisine du Coeur näher, das für die Kinder ein sehr besonderes Event darstellt“, sagt die Eybacherin. Dabei wird eine Woche lang gemeinsam gegessen, gesungen, getanzt, gespielt und ein Krippenspiel aufgeführt.
● Ein Angebot für den gesamten Landkreis stellt das geplante Tageshospiz in Geislingen dar, erklärt Markus Maichle im Auftrag des Fördervereins „Hospiz im Oberen Filstal“. Ziel soll es sein, in Geislingen acht stationäre Betten in einem neuen Tageshospiz anzubieten. Der Verein Hospiz im Landkreis Göppingen will das Gebäude auf dem Grundstück des früheren Gaswerks (EVF) errichten.
● Sechs Ehrenamtliche des Malteser-Hilfsvereins sollen für den Kinder- und Jugendhospizdienst zu qualifizierten Trauerbegleitern ausgebildet werden. Nach wie vor sei die Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit lebensbedrohlicher oder -verkürzender Erkrankung sowie der Geschwisterkinder und Eltern eine sehr wichtige Aufgabe des Dienstes, berichtet Ferdinand Graf von Degenfeld im Namen der Malteser.
● Für eine Bewegungslandschaft im Garten der Pestalozzischule plant der Frühförder- und Beratungsverbund den Kauf eines Spielgeräts, das möglichst vielfältig genutzt werden kann: einen Gummigurtsteg. Dieser ermögliche Kindern unterschiedlicher Altersstufen positive Erfahrungen in zahlreichen Entwicklungsfeldern.
● Das Angebot des Vereins Skatepark Geislingen richtet sich an Kinder und Jugendliche, ganz unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, finanziellem oder sozialem Hintergrund sowie geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung. Neben Skateboards und BMX-Rädern können vor Ort auch Rollstühle ausgeliehen werden. Der Verein benötigt Spenden für eine neue Skateboardrampe, die Reparatur und Wartung der seit etwa acht Jahren genutzten Rollstühle sowie für einen Inklusionsworkshop.
● Die Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung gGmbH (SAB), die die Fahrradwerkstatt in Geislingen betreibt, benötigt Spenden, um die gestiegenen Nebenkosten stemmen zu können. Aufgrund der aktuellen Lage haben sich die Nebenkosten in der Fahrradwerkstatt im Vergleich zum Jahr 2020 verdoppelt, informieren die Verantwortlichen.

Worauf Marina Braig, Geschäftsführerin der GEISLINGER ZEITUNG, hofft

Abgeschlossen ist die Weihnachtsaktion der GEISLINGER ZEITUNG mit der ersten Ausschüttung der Spendensummen keineswegs. Denn dieser Tage überreichen immer wieder Vertreter von Institutionen, Firmen und Gruppierungen Spenden bei der GEISLINGER ZEITUNG. Außerdem gehen täglich Spenden auf den beiden Konten der GZ-Aktion ein. GZ-Geschäftsführerin Marina Braig betont: „Im Interesse unserer Projektpartner, die anderen Menschen helfen und damit etwas Gutes bewirken, hoffen wir auch nach Weihnachten noch auf weitere Spenden zugunsten unserer Aktion.“

Wichtige Infos zur GZ-Aktion

Geldspenden Sie können entscheiden, ob Sie für alle Projekte gleichermaßen spenden möchten oder für einzelne (bitte auf der Überweisung vermerken). Die Spendenkonten:
Kreissparkasse Göppingen IBAN: DE24 6105 0000 0006 0770 99
Volksbank Göppingen IBAN: DE14 6106 0500 0608 0000 00
Jeder Spender wird in der GEISLINGER ZEITUNG ­genannt und erhält auf Wunsch eine Spendenbescheinigung (bitte Adresse angeben). Anonyme Spenden sind auch möglich (dies bitte auf der Überweisung vermerken).
Bargeld Wer eine Spende bei der GZ abgeben möchte, wird gebeten, vorab einen Termin zu vereinbaren. Das GZ-Team kommt gerne auch zu Ihnen, um Ihre Spende abzuholen.