Gemeinderat in Böhmenkirch: Überschuss durch Wald der Gemeinde

Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung (25.3.2026) im Rathaus in Böhmenkirch wurde in einem Tagesordnungspunkt auch der Gemeindewald behandelt – und ein Überschuss von 271.000 präsentiert.
Markus Sontheimer- Böhmenkirch meldet für den Gemeindewald 2025 einen Überschuss von rund 271.000 Euro.
- Hohe Fichtenholzpreise und rund 5.500 Festmeter Einschlag trieben die Einnahmen.
- Sturm- und Borkenkäferschäden blieben gering, gleichzeitig liefen Aufforstung und Pflege.
- Für 2026 werden solide Einnahmen erwartet – abhängig von den Holzpreisen.
- Sorge bleibt der starke Rehwildverbiss, der den Waldumbau und Jungwuchs erschwert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Gemeindewald entwickelt sich für Böhmenkirch zur verlässlichen Einnahmequelle: Wie Revierleiter Wolfgang Mangold dem Gemeinderat laut einer Mitteilung berichtete, konnte im Forstjahr 2025 ein deutlich höherer Gewinn als erwartet erzielt werden, wie aus dem Bericht zur Sitzung vom vergangenen Mittwoch hervorgeht. Grund dafür seien vor allem die derzeit sehr hohen Preise für Fichtenholz. In Kombination mit einem erhöhten Holzeinschlag von rund 5.500 Festmetern stiegen die Einnahmen aus dem Holzverkauf kräftig an. Gleichzeitig blieben Schäden durch Sturm und Borkenkäfer auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Unter dem Strich erwirtschaftete der Gemeindewald einen Überschuss von rund 271.000 Euro – deutlich mehr als ursprünglich geplant.
Investitionen in die Zukunft
Neben der wirtschaftlichen Seite sei auch weiter in die Zukunft des Waldes investiert worden. Aufforstungen und Pflegearbeiten hätten spürbar zugenommen, unterstützt auch von ehrenamtlichen Helfern. Für das Jahr 2026 rechnet die Forstverwaltung der Mitteilung zufolge „erneut mit soliden Einnahmen, wobei die tatsächliche Entwicklung stark von den Holzpreisen abhängt“. Der Fokus solle weiterhin auf Pflege und Stabilisierung der Bestände liegen. Der Gemeinderat zeigte sich demnach mit der Entwicklung zufrieden und stimmte sowohl dem Jahresabschluss 2025 als auch der Planung für 2026 einstimmig zu.
Zum Abschluss der Beratung richtete der Forstamtsleiter Thomas Maier als Vertreter des Landkreises den Blick nach vorn, heißt es in dem Bericht aus der Sitzung weiter: Es bleibe eine zentrale Aufgabe, die Wälder fit für den Klimawandel zu machen. Mehr Vielfalt bei den Baumarten sei dabei ein entscheidender Schlüssel, um die Bestände langfristig stabil und widerstandsfähig zu halten. Doch neben den großen Herausforderungen durch veränderte klimatische Bedingungen treibt laut Mitteilung ein ganz konkretes Problem die Verantwortlichen um: der anhaltend starke Verbiss durch Rehwild. In diesem Zusammenhang gab es demnach auch aus den Reihen des Gemeinderats Kritik. Junge Bäume hätten vielerorts kaum eine Chance, ungeschützt aufzuwachsen – ein Umstand, der die mühsamen Bemühungen um den Waldumbau zusätzlich erschwere.
