B10 in Geislingen
: Nach Ostern wird die Geislinger Steige voll gesperrt

Am 7. April 2026 beginnt der zweite Bauabschnitt zur Sanierung der B10 zwischen Geislingen und Amstetten. Auch der Geh- und Radweg ist betroffen.
Von
Franziska Ruf
Geislingen
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Die B10 wird vom Friedhof am Ortsausgang von Geislingen an der Steige in Richtung Amstetten bis zur Abzweigung der K 1440 nach Wittingen auf einer Gesamtlänge von rund drei Kilometern vom Regierungspräsidium Stuttgart saniert. Im Bauabschnitt 2 vom 18.05.2024 bis zum 02.06.2024. wird Aufgrund der Sanierungsarbeiten der Geislinger Steige (B10) eine Vollsperrung in beide Fahrtrichtungen eingerichtet. Das Bild zeigt den Beginn der Umleitungstrecke bei Amstetten kurz vor der Geislinger Steige an der Abzweigung der K1440 nach Wittingen. Die Umleitungsstrecke für Fahrzeuge bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen erfolgt, in beide Fahrtrichtungen, über die K1440 nach Wittingen weiter über Türkheim und über die Türkheimer Steige nach Geislingen. Die Umleitung für den Schwerlastverkehr von über 3,5 Tonnen erfolgt, ebenfalls in beide Fahrtrichtungen, über die Türkheimer Steige nach Türkheim – Nellingen – Oppingen – Reutti – Amstetten.

Ab dem 7. April 2026 wird die Strecke zwischen der Abzweigung der K1440 nach Wittingen und der Einmündung zur Straubmühle komplett gesperrt. (Archivbild)

Rainer Lauschke
  • Ab 7. April 2026 wird die B10 zwischen Geislingen und Amstetten voll gesperrt.
  • Der Abschnitt liegt zwischen Straubmühle und der Abzweigung K1440 Richtung Wittingen.
  • Arbeiten bis 1. November 2026: neue Stützbauwerke, Stützwand- und Fahrbahnsanierung.
  • Umleitung über L1230 und L1232, Ampel in Amstetten; Zufahrt zur Straubmühle bleibt möglich.
  • Geh- und Radweg teils gesperrt, voraussichtlich ab Mitte Juli wieder frei; Umleitung über Hofstett/Weiler.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach Ostern, am 7. April 2026, um 6 Uhr, beginnt der Umleitungsverkehr zwischen Geislingen und Amstetten. Die Geislinger Steige wird für den zweiten Bauabschnitt zur Sanierung der B10 komplett gesperrt. Die Vollsperrung startet bei der Einmündung zur Straubmühle und endet bei der Abzweigung der K1440 in Richtung Wittingen. Laut Pressemitteilung des Regierungspräsidiums (RP) Stuttgart dauern die Arbeiten voraussichtlich bis 1. November 2026.

Das RP lässt der Mitteilung zufolge wichtige Instandsetzungs- und Neubauarbeiten durchführen. Dazu gehören der Neubau von zwei Stützbauwerken mit einer Gesamtlänge von circa 600 Metern und die Sanierung einer bestehenden Stützwand talseitig unterhalb der B10. Weil sich die Baustrecke im Wasserschutzgebiet befindet, werden Einrichtungen zur Fahrbahnentwässerung und Fahrzeugrückhaltesysteme an die entsprechenden Anforderungen angepasst. Außerdem lässt das RP Schutzplanken und den Fahrbelag erneuern.

Zufahrt zur Straubmühle von Geislingen kommend möglich

Die Umleitung verläuft über die L1230 von Geislingen über Türkheim nach Nellingen und von dort weiter über die L1232 von Oppingen über Reutti bis nach Amstetten, und umgekehrt. Die Umleitungsstrecken werden ausgeschildert. In Amstetten an der Einmündung in die B10 soll eine Ampel den Verkehr regeln. Wegen des Umleitungsverkehrs wird in der Karlstraße und in der Türkheimerstraße in Geislingen ein Halteverbot eingerichtet und die Ampelschaltung am Geislinger Wilhelmsplatz angepasst. „Die Zufahrt zur Schimmel-/Straubmühle sowie zum Café/Restaurant ist während der gesamten Bauzeit von Geislingen kommend jederzeit möglich“, betont das RP.

Busse, die von Ulm kommen, enden in Amstetten. Dort ist eine Weiterfahrt mit der Bahn möglich. Für den ÖPNV von Geislingen kommend gibt es laut Mitteilung keine Einschränkungen. Der Busverkehr endet wie üblich an der Haltestelle „Friedhof“ in Geislingen.

Umleitung für Radfahrer

Der Geh- und Radweg zwischen der Straubmühle und der K1440 muss ab Baubeginn mit Unterbrechungen gesperrt werden und ist voraussichtlich ab Mitte Juli wieder frei. Für Radfahrer soll es eine Umleitung über Hofstett und Weiler geben. Die Sperrung ist laut RP erforderlich, um Arbeiten an den Stützkonstruktionen ausführen zu können, die unmittelbar an den Geh- und Radweg angrenzen.

Die Gemeindeverwaltung Nellingen bereitet sich bereits, wie berichtet, auf erhöhtes Verkehrsaufkommen vor. Über die offizielle Umleitung wird die Ortschaft am geringsten belastet. Jedoch weiß Bürgermeister Christoph Juhn aus Erfahrungen der letzten Vollsperrung, dass einige Verkehrsteilnehmer ihrem Navigationsgerät und damit auch anderen, vermeintlich schnelleren, Routen folgen: etwa der L1233 durch Scharenstetten nach Luizhausen sowie der L1230 Richtung Autobahn. Die Verwaltung regte deswegen an, eine vorübergehende Geschwindigkeitsreduzierung zu prüfen.

Bund investiert 8,7 Millionen Euro

Anfang der Woche, ab dem 30. März, wurde die Türkheimer Steige wegen akuter Felssicherungen gesperrt. Der Straßenmeisterei zufolge musste ein absturzbedrohter Fels zerkleinert werden. Nachdem am Montag die größte Gefahr behoben war, wurden in den folgenden Tagen rund 150 Tonnen herausgebrochenes Gestein abtransportiert. Das Vorgehen sei im Vorfeld der Errichtung einer Umleitungsstrecke nicht üblich. Die Arbeiten seien aber bis Dienstag, 7. April, längst behoben und sollten demzufolge zu keinen Verkehrsbehinderungen mehr führen.

Die Sperrung der Geislinger Steige überschneidet sich mit der Sanierung der Waldhausener Steige. Diese ist seit Oktober vergangenen Jahres wegen Arbeiten zur Hangsicherung in beide Richtungen gesperrt. Ursprünglich war geplant, die Bauarbeiten im Juni abzuschließen. Nach aktuellen Informationen des Regierungspräsidiums Stuttgart werden sie aber noch länger dauern. Das RP sei gerade dabei, mit der Baufirma den abschließenden Bauzeitenplan zu besprechen.

Die Finanzierung der Maßnahme auf der Geislinger Steige übernimmt der Bund: Er investiert rund 8,7 Millionen Euro in den zweiten Bauabschnitt zur Sanierung der B10. Der erste Bauabschnitt zwischen dem Ortsausgang Geislingen und der Straubmühle wurde 2024 umgesetzt. Dabei wurde auch der Geh- und Radweg neu gebaut.