Geislinger Steige: B10: Vollsperrung endet - aber Fahrbahn Richtung Ulm bleibt gesperrt

Wie bereits hier in Bauphase 1 im Februar dieses Jahres können Autofahrer während der jetzt in Phase 5 anstehenden Bauarbeiten nur wieder in Fahrtrichtung Geislingen weiterkommen (Archivbild). Dafür endet zumindest die Vollsperrung beider Fahrbahnen.
Markus SontheimerDie Bauarbeiten auf der B10 zwischen Geislingen und Amstetten gehen weiter - demnächst in die fünfte Bauphase, wie das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) in einer Mitteilung berichtet. Die Bauarbeiten in der derzeitig vierten Phase kämen gut voran; in dieser ist die Geislinger Steige wegen den Bauarbeiten auf beiden Fahrspuren noch voll gesperrt. Wenn es das Wetter zulässt, werde voraussichtlich nach den Sommerferien am Dienstag, 10. September, mit der fünften Bauphase begonnen. Diese soll bis Sonntag, 6. Oktober, andauern.
In dieser Zeit ist laut RP die Fahrbahn in Richtung Ulm für vier Wochen voll gesperrt, die Buslinie 46 Ulm –Geislingen endet in Amstetten. Die Haltestelle Friedhof kann demnach wieder angefahren werden. "Der Verkehr in Richtung Geislingen kann aber wieder über die B10 fahren", schreibt das RP in der Mitteilung.
Für den Geh- und Radverkehr ist demnach eine Umleitung zwischen dem Rorgensteig und der Schimmelmühle eingerichtet. Die An- und Abfahrt von Amstetten kommend zur Straub Mühle und zum Café/Restaurant ist jederzeit möglich.
Die entsprechenden Umleitungen werden ausgeschildert. Der Verkehr wird während der Arbeiten weiterhin zwischen Geislingen an der Steige und Amstetten über Türkheim, Nellingen, Oppingen und Amstetten umgeleitet. Aufgrund der genannten Einschränkungen und der generell sehr hohen Verkehrsbelastung auf der B10 empfiehlt das Regierungspräsidium, diesen Bereich weiträumig zu umfahren oder möglichst auf alternative Verkehrsmittel umzusteigen.
Fahrbahnbreite zu gering
Das Regierungspräsidium Stuttgart saniert die B10 vom Friedhof am Ortsausgang von Geislingen an der Steige in Richtung Amstetten bis zur Abzweigung der K 1440 nach Wittingen auf einer Gesamtlänge von rund drei Kilometern.
Neben der Erneuerung des Straßenbelags werden bei den Bauarbeiten auch ein Rad- und Gehweg angelegt. Da sich die Baustrecke im Wasserschutzgebiet befindet, werden laut RP Entwässerungseinrichtungen wie etwa Kanäle sowie sogenannte Fahrzeugrückhaltesysteme an die entsprechenden Anforderungen angepasst. Damit soll verhindert werden, dass Fahrzeuge von der Straße abkommen. Als Maßnahme vorab ist zudem ein Regenrückhalte- und -klärbecken gebaut worden.
Der Grund für die Bauphasen und die damit verbunden wiederholten Teil- und Vollsperrungen der Steige ist laut Regierungspräsdium insbesondere die zu geringe Breite der Fahrbahn - da diese unzureichend ist, können die Bauarbeiten nicht bei laufendem Verkehr gewährleistet werden. Dies sei sowohl aus Sicherheitsgründen als auch im Hinblick auf den Arbeitsschutz nicht möglich, daher erfolgten die Arbeiten in fünf Bauphasen.
Zehn Millionen für Sanierung
Das Regierungspräsidium berichtet, dass die der vierten Bauphase vorangegangenen drei Bauphasen termingerecht abgeschlossen werden konnten. Die erste Bauphase begann am 26. Februar dieses Jahres. Die gesamte Baumaßnahme ist in zwei Bauabschnitte mit jeweils mehreren Bauphasen unterteilt. Der Bund investiert der Mitteilung zufolge mit der Maßnahme rund zehn Millionen Euro in den Erhalt der Infrastruktur.

