Schreck bei der Bahn!
: Betrunkener zwingt ICE zwischen Merklingen und Ulm zur Vollbremsung

Ein Mann mit knapp zwei Promille läuft auf der Bahnstrecke Merklingen-Ulm. Durch aufmerksames Personal kann ein Unglück verhindert werden.
Von
Kathrin Bulling
Merklingen/Ulm
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Auf der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm setzt die Deutsche Bahn auf das Sicherheitssystem „ETCS“.

Verkehrsminister Winfried Hermann und Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla steigen aus dem Zug am Bahnhof Merklingen

An der Bahnstrecke Wendlingen-Ulm auf Höhe Merklingen hat sich am Mittwoch ein betrunkener 24-Jähriger in Lebensgefahr gebracht (Symbolbild).

Joachim Striebel
  • Betrunkener läuft am 9.4.2025 auf Gleisen bei Merklingen, zwingt ICE zu Schnellbremsung.
  • Der 24-jährige Rumäne hat knapp zwei Promille Alkohol im Blut.
  • Polizei nimmt ihn fest; er wird bis nächsten Morgen verwahrt.
  • Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr laufen.
  • Warnung: Gleisaufenthalte sind lebensgefährlich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das hätte böse ausgehen können: Ein 24-Jähriger war am Mittwochabend, 9. April, mit knapp zwei Promille zu Fuß auf Höhe Merklingen im Gleisbereich unterwegs. Der Fahrer des Zuges in Richtung Ulm war jedoch glücklicherweise aufmerksam. Er gab einen sogenannten Achtungspfiff ab und leitete sofort eine Schnellbremsung ein.

Ersten Erkenntnissen der Bundespolizeiinspektion Stuttgart zufolge soll der betrunkene 24-Jährige, ein rumänischer Staatsangehöriger, weiter in Richtung Ulm gelaufen sein. Auf dem Weg konnte er von den alarmierten Beamten der Landespolizei vorläufig festgenommen werden. Anschließend wurde er an die zuständige Bundespolizei übergeben.

Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr

Die eingesetzten Beamten brachten den jungen Mann zum Bundespolizeirevier. Dort wurde er aufgrund seines Zustandes bis zum nächsten Morgen in Gewahrsam genommen. Er muss nun mit einem Strafverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr rechnen. Durch die eingeleitete Schnellbremsung wurde nach derzeitigem Kenntnisstand keiner der im Zug befindlichen Reisenden verletzt.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt.