A8 zwischen Mühlhausen und Hohenstadt: Landrat fordert klares Bekenntnis zum Bau des Albaufstiegs

Landrat Markus Möller kritisiert den Bund, weil sich der geplante Neubau des A8-Albaustiegs verschieben könnte.
Markus Sontheimer- Bau des A8-Albaufstiegs droht sich wegen Finanzlücken auf unbestimmte Zeit zu verzögern.
- Landrat Möller kritisiert Bund: Bevölkerung leidet unter Verkehrsengpässen, Politik verliert Vertrauen.
- Baustart war für Herbst 2027 geplant, Finanzierung im Bundeshaushalt 2026 gefordert.
- Projekt galt bisher als „gesetzt“ – Politiker mahnen Einhaltung des Zeitplans an.
- Bürgermeister der Region zeigen sich frustriert, Möller verfasst Offenen Brief an Verkehrsminister.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es war eine Nachricht, die in der vergangenen Woche viele Gemeinden im Oberen Filstal schockte: Das Bundesverkehrsministerium erklärte am Donnerstag, dass es aufgrund einer milliardenschweren Finanzlücke zu Verzögerungen bei Baustarts wichtiger Infrastrukturprojekten kommen könne. Darunter auch der A8-Albaufstieg, dessen Baustart für den Herbst 2027 geplant war.
Bevölkerung leidet massiv
Nun äußerte sich Markus Möller, Landrat des Kreises Göppingen, in einer Pressemitteilung zu der Sache. „Unsere leidgeplagte Bevölkerung, die unter den bestehenden Engpässen mit entsprechenden Ausweichverkehren in der gesamten Raumschaft massiv leidet, hat dafür kein Verständnis mehr“, wird Möller in der Mitteilung zitiert. Frustriert zeigten sich auch teils die Bürgermeister der Region, deren Gemeinden direkt betroffen sind.
Zudem warnt Möller vor einem Vertrauensverlust in die Politik seitens der Bürgerinnen und Bürger: Die Nachricht, „dass für eine derart zentrale Baumaßnahme trotz des angekündigten Investitionshochlaufs die Mittel erneut nicht ausreichen“, sorge für ein herbes Defizit in Bezug auf die Glaubwürdigkeit politischen Handelns. „Eine solche Prioritätensetzung führt zu einem Abwenden von der Politik.“
Projekt galt als „gesetzt“
In der Vergangenheit habe es stets einen fraktionsübergreifenden Konsens unter den aktuellen Regierungspartnern über die Dringlichkeit des neuen Albaufstiegs gegeben, erläutert Möller. So sei es für den Bundestagsabgeordneten Hermann Färber aus Böhmenkirch auch noch kein Beinbruch, wenn in diesem Jahr noch keine Mittel für das Verkehrsprojekt bereitstünden, erklärte Färber gegenüber der GZ am vergangenen Donnerstag. Er könne sich nicht vorstellen, dass der Albaufstieg nicht gebaut wird.
Für Landrat Markus Möller sei die aktuelle Negativschlagzeile jedoch ein „herber Dämpfer“, die für absolutes Unverständnis sorgt. „Mit Blick auf das vorliegende Baurecht für die Maßnahme wurde uns von hochrangigen Vertretern des Bundes stets unisono vor Ort vermittelt: Das Projekt ist ‚gesetzt'“, erklärt er.
Möller appelliert mit seinem Offenen Brief an Verkehrsminister Patrick Schnieder, den zugesagten Zeitplan einzuhalten und die Finanzierung des Albaufstiegs bereits im Bundeshaushalt 2026 zu sichern.