A8 zwischen Mühlhausen und Hohenstadt: Kein Geld für neue Straßen! Neubau des Albaufstiegs gefährdet

Der kurvenreiche Albaufstieg auf der A8 soll neu gebaut werden.
Bernd Weißbrod/dpa- Neubau des A8-Albaufstiegs zwischen Mühlhausen und Hohenstadt ab Herbst 2027 gefährdet.
- Grund: Milliardenlücke im Bundeshaushalt, 74 Verkehrsprojekte bundesweit betroffen.
- Landesverkehrsminister fordert Finanzierungssicherheit für dringend notwendige Projekte.
- Verkehrsministerkonferenz: Laufende und baureife Projekte müssen priorisiert umgesetzt werden.
- Kritik an unzureichenden Haushaltsmitteln trotz Koalitionsversprechen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der geplante Baustart und die Finanzierung zahlreicher Autobahnbaustellen in Deutschland wackelt. Das geht aus einem Schreiben des Bundesverkehrsministeriums hervor. Grund dafür ist eine milliardenschwere Finanzlücke des Bundes, das zu Verzögerungen von Aus- und Neubauten von Auto- und Bundesstraßen führt.
Davon betroffen ist auch die A8 in Baden-Württemberg, konkret der geplante Neubau des Albauf- und -abstiegs zwischen Mühlhausen und Hohenstadt. Der Baustart für das Projekt war eigentlich für Herbst 2027 geplant. Innerhalb von rund sieben Jahren sollte der Albaufstieg sechsspurig neu gebaut, flacher und kürzer werden. „Da haben erst die Sektkorken geknallt, dass nach so vielen Jahren dieses Nadelöhr endlich beseitigt werden kann“, sagte Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).
Wenn nach so langen Verfahren und vor Ort Konsens zur Umsetzung bestehe, sei nicht vermittelbar, dass eine Vollbremsung folge. „Der Bund muss hier korrigieren. Dabei dürfen auf keinen Fall die knappen Mittel für Sanierung und Erhalt verwendet werden. Die Liste ist ein öffentlicher Hilfeschrei für mehr Geld, aber er ist kein ernstzunehmender Vorschlag.“ Vor dieser Aufgabe dürfe sich der Bund nicht drücken. Es gebe einige Ausbau-Projekte, die dringend umgesetzt werden müssten. „Dazu gehört unter anderem der Albaufstieg.“
74 Projekte durch Finanzlücke verzögert
Bundesweit betreffe laut dem Schreiben des Verkehrsministeriums das rund 15 Milliarden Euro schwere Finanzloch 74 Planungsprojekte. Die Länder fordern die Bundesregierung auf, für eine auskömmliche Finanzierung für Ausbau, Erhalt und Sanierung der Verkehrsinfrastruktur des Bundes zu sorgen. In einem Beschluss der Verkehrsministerkonferenz in München heißt es, der Bundeshaushalt 2025 und der aktuelle Entwurf des Bundeshaushalts 2026 würden den Zusagen im Koalitionsvertrag bei Weitem nicht gerecht. Dadurch drohten beim Neu- und Ausbau von Bundesfernstraßen, Schienenwegen und Wasserstraßen starke Verzögerungen oder sogar Stillstand. Das Papier lag der Deutschen Presse-Agentur vor.
Im Beschluss der Verkehrsministerkonferenz heißt es: „Laufende Projekte sind mit Nachdruck fortzuführen, baureife Projekte sind zeitnah umzusetzen. Auch Planungen für neue Projekte müssen finanziert werden.“ Der Bund müsse daher sicherstellen, dass die Mittel des Sondervermögens der Verkehrsinfrastruktur zusätzlich zur Verfügung stünden und die Haushaltsmittel des Kernhaushalts des Bundesverkehrsministeriums BMV dadurch nicht gekürzt werden. Vor allem die Grünen im Bundestag haben wiederholt „Verschiebebahnhöfe“ kritisiert.
Von den Verzögerungen betroffen sind auch Bauprojekte in Bayern: der sechsspurige Ausbau der A94 von München Richtung Passau, der Weiterbau der A94 vom derzeitigen Ende bei Marktl am Inn bis nach Simbach sowie elf Ortsumfahrungen, darunter Garmisch-Partenkirchen, Reichenhall und Landshut.

